Deutsche Tageszeitung - Nach Geburt getöteter Säugling: Mehrjährige Haft für Kindsmutter in Hessen

Nach Geburt getöteter Säugling: Mehrjährige Haft für Kindsmutter in Hessen


Nach Geburt getöteter Säugling: Mehrjährige Haft für Kindsmutter in Hessen
Nach Geburt getöteter Säugling: Mehrjährige Haft für Kindsmutter in Hessen / Foto: © AFP/Archiv

Nach dem gewaltsamen Tod eines Neugeborenen in Hessen ist die Mutter des Kinds zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Darmstadt sprach die 21-Jährige am Dienstag wegen Totschlags schuldig und verhängte vier Jahre und zehn Monate Haft, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Der mitangeklagte Vater des Kinds wurde freigesprochen.

Textgröße ändern:

Die Anklage hatte beiden ursprünglich Mord vorgeworfen. Die ungewollt von dem 26-Jährigen schwangere Angeklagte soll im Dezember vergangenen Jahres in der Wohnung ihrer Eltern in Neu-Isenburg das Kind zur Welt gebracht haben. Kurz nach der Geburt sollen sich die Angeklagten dazu entschlossen haben, das Kind zu töten. Der Säugling wurde laut Anklage unter Verwendung eines Gegenstands getötet.

Die Staatsanwaltschaft forderte siebeneinhalb Jahre Freiheitsstrafe für die 21-Jährige, die Verteidigung beantragte zwei Jahre auf Bewährung. Im Fall des Mitangeklagten beantragten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung einen Freispruch. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Gedränge am Ätna: Vulkanausbruch lockt Besuchermassen an

In Sandalen zum Lava-Spektakel: Der Ausbruch des Vulkans Ätna in Süditalien lockt zahlreiche Besucher an - und nicht alle begeben sich unter Anleitung professioneller Bergführer in das potenziell gefährliche Gebiet auf Sizilien. Er erhalte derzeit 300 Anfragen pro Tag, sagte Daniele Perricelli am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Das seien drei Mal so viel wie gewöhnlich. Jeden Abend führe er aber nur einige Dutzend Besucher den Vulkan hinauf.

Zahl der Erdbeben-Toten in Kolumbien auf 239 gestiegen - Rettungskräften läuft die Zeit davon

Nach dem Erdbeben in Kolumbien befinden sich die Einsatzkräfte in einem Wettlauf gegen die Zeit. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich am Mittwoch nach Behördenangaben auf mindestens 239. Mehr als 2000 Menschen wurden verletzt. Derweil schloss sich das Zeitfenster der ersten 72 Stunden nach dem Unglück, die für die Bergung von Überlebenden entscheidend sind.

"Korrupt und verfassungswidrig": Trump wegen Premium-Zugangs zu seinem Onlinedienst verklagt

Zwei Medienorganisationen haben US-Präsident Donald Trump wegen des neuen Premiumangebots seines Onlinedienstes Truth Social verklagt. Der gegen eine hohe Gebühr erhältliche vorzeitige Zugang zu Trumps Posts in dem Netzwerk sei "außergewöhnlich, korrupt und verfassungswidrig", heißt es in einer am Mittwoch von den Organisationen The Intercept und Freedom of the Press Foundation in New York eingereichten Klageschrift.

Eigene Tochter mit Rheumamittel vergiftet: Bewährungsstrafen in Sachsen

Weil sie ihre minderjährige Tochter mit Rheumamitteln vergiftet und lebensgefährlich geschwächt haben sollen, sind Eltern in Sachsen zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Zwickau verhängte gegen die Mutter eineinhalb Jahre und gegen den Vater zwei Jahre Haft, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte. Beide Strafen wurden demnach zur Bewährung ausgesetzt. Die mitangeklagte Halbschwester der Geschädigten wurde freigesprochen.

Textgröße ändern: