Deutsche Tageszeitung - Nach Geburt getöteter Säugling: Mehrjährige Haft für Kindsmutter in Hessen

Nach Geburt getöteter Säugling: Mehrjährige Haft für Kindsmutter in Hessen


Nach Geburt getöteter Säugling: Mehrjährige Haft für Kindsmutter in Hessen
Nach Geburt getöteter Säugling: Mehrjährige Haft für Kindsmutter in Hessen / Foto: © AFP/Archiv

Nach dem gewaltsamen Tod eines Neugeborenen in Hessen ist die Mutter des Kinds zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Darmstadt sprach die 21-Jährige am Dienstag wegen Totschlags schuldig und verhängte vier Jahre und zehn Monate Haft, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Der mitangeklagte Vater des Kinds wurde freigesprochen.

Textgröße ändern:

Die Anklage hatte beiden ursprünglich Mord vorgeworfen. Die ungewollt von dem 26-Jährigen schwangere Angeklagte soll im Dezember vergangenen Jahres in der Wohnung ihrer Eltern in Neu-Isenburg das Kind zur Welt gebracht haben. Kurz nach der Geburt sollen sich die Angeklagten dazu entschlossen haben, das Kind zu töten. Der Säugling wurde laut Anklage unter Verwendung eines Gegenstands getötet.

Die Staatsanwaltschaft forderte siebeneinhalb Jahre Freiheitsstrafe für die 21-Jährige, die Verteidigung beantragte zwei Jahre auf Bewährung. Im Fall des Mitangeklagten beantragten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung einen Freispruch. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Nach fehlgeschlagener Hinrichtung von Christa Pike: Streit um Exekution in Texas

Rund eine Woche nach der fehlgeschlagenen Hinrichtung der US-Todeskandidatin Christa Pike soll im Bundesstaat Texas ein Mann mit demselben Gift exekutiert werden. Dem verurteilten Raubmörder Jamaal Howard sollte am Mittwoch (Ortszeit) im Staatsgefängnis von Huntsville das Mittel Pentobarbital verabreicht werden, das die Atmung lähmt. Howards Anwälte verlangten unter Verweis auf den Fall Pike einen Aufschub in letzter Minute.

Netanjahu am Jahrestag: "Wir werden alle Mörder zur Rechenschaft ziehen"

Am dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel hat Regierungschef Benjamin Netanjahu unterstrichen, dass die Verantwortlichen für ihre Taten bestraft werden. "Wir werden den Auftrag erfüllen: Wir sind hier, und wir werden alle Mörder zur Rechenschaft ziehen", verkündete der israelische Ministerpräsident laut einer Erklärung am Mittwoch. "An diesem Tag vereint sich das Volk in Gedenken an und in der Sehnsucht nach unseren Liebsten", betonte Netanjahu.

Russischer Hacker in Japan festgenommen: 28-Jähriger nach Deutschland ausgeliefert

Nordrhein-westfälischen Ermittlern ist in internationaler Zusammenarbeit die Festnahme eines 28-jährigen mutmaßlichen Führungsmitglieds der russischen Hackergruppe Qilin gelungen. Bei dem Verdächtigen handle sich mutmaßlich um einen der führenden Köpfe der Gruppierung, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Der russische Staatsangehörige sei von der japanischen Polizei in Tokio nach internationalen Ermittlungen festgenommen worden und am Freitag nach Deutschland ausgeliefert worden.

Kabinett beschließt Gesetz zum besseren Schutz von Opfern häuslicher Gewalt

Opfer von häuslicher Gewalt sollen künftig besser geschützt werden. Das Bundeskabinett verabschiedete am Mittwoch einen Gesetzentwurf, der unter anderem vorsieht, dass Verfahren vor Familiengerichten nicht mehr am Wohnort der Betroffenen stattfinden müssen. Stattdessen sollen sie die Wahl zwischen mehreren Gerichtsstandorten haben, um ihren aktuellen Wohnort einfacher geheim halten zu können.

Textgröße ändern: