Deutsche Tageszeitung - Bayern: 26-Jährige wegen Tötung von Partner zu neun Jahren Haft verurteilt

Bayern: 26-Jährige wegen Tötung von Partner zu neun Jahren Haft verurteilt


Bayern: 26-Jährige wegen Tötung von Partner zu neun Jahren Haft verurteilt
Bayern: 26-Jährige wegen Tötung von Partner zu neun Jahren Haft verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Wegen der Tötung ihres Lebensgefährten ist eine 26-jährige Frau aus dem bayerischen Deggendorf zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Passau sprach die Lastwagenfahrerin am Mittwoch der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

Textgröße ändern:

Laut Anklage waren die 26-Jährige und ihr Partner im Juni auf einer Hochzeit von Freunden. Der gemeinsame kleine Sohn übernachtete beim Vater der Angeklagten. Nach der Heimkehr in die gemeinsame Wohnung in Grafenau in den frühen Morgenstunden kam es zu einem Streit, der sich zu einer körperlichen Auseinandersetzung entwickelte.

Aus einer herausgerissenen Besteckschublade fiel ein Messer zu Boden, das die Beschuldigte schließlich griff. Sie rammte es ihrem 24 Jahre alten Partner laut Anklage fünfeinhalb Zentimeter tief in den Brustbereich, wobei eine Rippe fast vollständig durchtrennt sowie die Hauptschlagader und der Herzbeutel verletzt wurden. Der Mann starb noch vor Ort.

Die Staatsanwaltschaft forderte im Prozess eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren, die Nebenklage beantragte kein konkretes Strafmaß. Die Verteidigung ging von Notwehr aus und plädierte auf Freispruch.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Gedränge am Ätna: Vulkanausbruch lockt Besuchermassen an

In Sandalen zum Lava-Spektakel: Der Ausbruch des Vulkans Ätna in Süditalien lockt zahlreiche Besucher an - und nicht alle begeben sich unter Anleitung professioneller Bergführer in das potenziell gefährliche Gebiet auf Sizilien. Er erhalte derzeit 300 Anfragen pro Tag, sagte Daniele Perricelli am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Das seien drei Mal so viel wie gewöhnlich. Jeden Abend führe er aber nur einige Dutzend Besucher den Vulkan hinauf.

Zahl der Erdbeben-Toten in Kolumbien auf 239 gestiegen - Rettungskräften läuft die Zeit davon

Nach dem Erdbeben in Kolumbien befinden sich die Einsatzkräfte in einem Wettlauf gegen die Zeit. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich am Mittwoch nach Behördenangaben auf mindestens 239. Mehr als 2000 Menschen wurden verletzt. Derweil schloss sich das Zeitfenster der ersten 72 Stunden nach dem Unglück, die für die Bergung von Überlebenden entscheidend sind.

"Korrupt und verfassungswidrig": Trump wegen Premium-Zugangs zu seinem Onlinedienst verklagt

Zwei Medienorganisationen haben US-Präsident Donald Trump wegen des neuen Premiumangebots seines Onlinedienstes Truth Social verklagt. Der gegen eine hohe Gebühr erhältliche vorzeitige Zugang zu Trumps Posts in dem Netzwerk sei "außergewöhnlich, korrupt und verfassungswidrig", heißt es in einer am Mittwoch von den Organisationen The Intercept und Freedom of the Press Foundation in New York eingereichten Klageschrift.

Eigene Tochter mit Rheumamittel vergiftet: Bewährungsstrafen in Sachsen

Weil sie ihre minderjährige Tochter mit Rheumamitteln vergiftet und lebensgefährlich geschwächt haben sollen, sind Eltern in Sachsen zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Zwickau verhängte gegen die Mutter eineinhalb Jahre und gegen den Vater zwei Jahre Haft, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte. Beide Strafen wurden demnach zur Bewährung ausgesetzt. Die mitangeklagte Halbschwester der Geschädigten wurde freigesprochen.

Textgröße ändern: