Deutsche Tageszeitung - Anlagebetrug: 65-Jähriger in Bayern um 300.000 Euro gebracht

Anlagebetrug: 65-Jähriger in Bayern um 300.000 Euro gebracht


Anlagebetrug: 65-Jähriger in Bayern um 300.000 Euro gebracht
Anlagebetrug: 65-Jähriger in Bayern um 300.000 Euro gebracht / Foto: © AFP/Archiv

Anlagebetrüger haben einen 65-Jährigen in Bayern um 300.000 Euro gebracht. Der Rentner aus Marktoberdorf wurde vor rund drei Wochen über eine Social-Media-Plattform auf eine Werbeanzeige aufmerksam, die extreme Gewinne durch Handeln mit Kryptowährungen versprach, wie die Polizei in Kempten am Donnerstag mitteilte. Er klickte auf den Link, gab seine E-Mail-Adresse an und wurde daraufhin von einem Unbekannten kontaktiert.

Textgröße ändern:

Nach kurzem Kontakt per E-Mail und Messenger wurde der 65-Jährige an seinen angeblichen persönlichen Finanzexperten weitergeleitet, der ihn in den folgenden Wochen dazu brachte, mehr als 300.000 Euro in Kryptowährungen zu investieren. Außerdem wurden dem 65-Jährigen 20.000 Euro von einem Unbekannten überwiesen, die er ebenfalls nach Anweisung investierte.

Der sogenannte Finanzexperte hatte zudem Fernzugriff auf den Rechner des Manns. Dieser investierte laut Polizei seine kompletten Ersparnisse und war kurz davor, einen Kredit aufzunehmen, bis er von seinem Bankberater wegen verdächtiger Transaktionen auf seinem Konto zum Gespräch in die Bank gebeten wurde. Der Berater riet ihm dann dazu, Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Nach fehlgeschlagener Hinrichtung von Christa Pike: Streit um Exekution in Texas

Rund eine Woche nach der fehlgeschlagenen Hinrichtung der US-Todeskandidatin Christa Pike soll im Bundesstaat Texas ein Mann mit demselben Gift exekutiert werden. Dem verurteilten Raubmörder Jamaal Howard sollte am Mittwoch (Ortszeit) im Staatsgefängnis von Huntsville das Mittel Pentobarbital verabreicht werden, das die Atmung lähmt. Howards Anwälte verlangten unter Verweis auf den Fall Pike einen Aufschub in letzter Minute.

Netanjahu am Jahrestag: "Wir werden alle Mörder zur Rechenschaft ziehen"

Am dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel hat Regierungschef Benjamin Netanjahu unterstrichen, dass die Verantwortlichen für ihre Taten bestraft werden. "Wir werden den Auftrag erfüllen: Wir sind hier, und wir werden alle Mörder zur Rechenschaft ziehen", verkündete der israelische Ministerpräsident laut einer Erklärung am Mittwoch. "An diesem Tag vereint sich das Volk in Gedenken an und in der Sehnsucht nach unseren Liebsten", betonte Netanjahu.

Russischer Hacker in Japan festgenommen: 28-Jähriger nach Deutschland ausgeliefert

Nordrhein-westfälischen Ermittlern ist in internationaler Zusammenarbeit die Festnahme eines 28-jährigen mutmaßlichen Führungsmitglieds der russischen Hackergruppe Qilin gelungen. Bei dem Verdächtigen handle sich mutmaßlich um einen der führenden Köpfe der Gruppierung, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Der russische Staatsangehörige sei von der japanischen Polizei in Tokio nach internationalen Ermittlungen festgenommen worden und am Freitag nach Deutschland ausgeliefert worden.

Kabinett beschließt Gesetz zum besseren Schutz von Opfern häuslicher Gewalt

Opfer von häuslicher Gewalt sollen künftig besser geschützt werden. Das Bundeskabinett verabschiedete am Mittwoch einen Gesetzentwurf, der unter anderem vorsieht, dass Verfahren vor Familiengerichten nicht mehr am Wohnort der Betroffenen stattfinden müssen. Stattdessen sollen sie die Wahl zwischen mehreren Gerichtsstandorten haben, um ihren aktuellen Wohnort einfacher geheim halten zu können.

Textgröße ändern: