Deutsche Tageszeitung - Malaysia: Ex-Regierungschef Najib in Korruptionsskandal zu 15 Jahren Haft verurteilt

Malaysia: Ex-Regierungschef Najib in Korruptionsskandal zu 15 Jahren Haft verurteilt


Malaysia: Ex-Regierungschef Najib in Korruptionsskandal zu 15 Jahren Haft verurteilt
Malaysia: Ex-Regierungschef Najib in Korruptionsskandal zu 15 Jahren Haft verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Der frühere malaysische Regierungschef Najib Razak ist in einem Gerichtsprozess um den milliardenschweren Finanzskandal beim malaysischen Staatsfonds 1MDB zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht verurteilte Najib am Freitag in vier Anklagepunkten wegen Machtmissbrauchs sowie in 21 Anklagepunkten wegen Geldwäsche zur Unterschlagung von rund 2,28 Milliarden Ringgit (471 Millionen Euro).

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Die Staatsanwaltschaft hatte Najib vorgeworfen, seine Positionen als Regierungschef, Finanzminister und Aufsichtsratsvorsitzender des 1MDB missbraucht zu haben, um vor mehr als einem Jahrzehnt riesige Summen aus dem Fonds auf seine persönlichen Konten zu transferieren.

Najib war von 2009 bis 2018 Regierungschef in dem südostasiatischen Land. 2022 war er in einem anderen Prozess rund um den Skandal wegen der Veruntreuung öffentlicher Gelder bereits zu einer zwölfjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Später wurde sie auf sechs Jahre verkürzt.

Der malaysische Staatsfonds 1MDB steht im Zentrum eines der größten Betrugsskandale der Finanzgeschichte. Dabei wurden Staatsgelder in Milliardenhöhe veruntreut, um in verschiedenen Ländern Luxusgüter zu kaufen, von Kunstwerken über Immobilien bis hin zu Jachten. Es wird geschätzt, dass zwischen 2009 und 2015 über 4,5 Milliarden Dollar (3,8 Milliarden Euro) aus dem 1MDB-Fonds von Fondsmanagern und -mitarbeitern abgezweigt wurden. Der Skandal löste in mehreren Ländern, darunter in den USA, Ermittlungen aus und beschädigte Malaysias Ansehen im Ausland.

Najib, der 1MDB 2009 ins Leben gerufen hatte, hat sich in der Vergangenheit dafür entschuldigt, während seiner Amtszeit den Skandal zugelassen zu haben. Er bestreitet jedoch weiterhin jegliches Fehlverhalten und behauptet, nichts von illegalen Überweisungen aus dem Staatsfonds gewusst zu haben.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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