Deutsche Tageszeitung - 2026 in Australien und asiatischen Ländern mit Feuerwerk und Partys eingeläutet

2026 in Australien und asiatischen Ländern mit Feuerwerk und Partys eingeläutet


2026 in Australien und asiatischen Ländern mit Feuerwerk und Partys eingeläutet
2026 in Australien und asiatischen Ländern mit Feuerwerk und Partys eingeläutet / Foto: © AFP

In Australien und anderen Ländern der Region sowie in Asien ist am Mittwoch das Neue Jahr eingeläutet worden. Mit einem spektakulären Feuerwerk an der Harbour Bridge und am Opernhaus in Sydney fanden dort die Silvesterfeiern ihren Höhepunkt. Auch im indonesischen Jakarta, auf den Philippinen und in Bangkok versammelten sich die Menschen, um 2026 zu begrüßen. In Peking begann das neue Jahr mit einer Feier an der Großen Mauer.

Textgröße ändern:

In Sydney wurden vor Hunderttausenden Zuschauerinnen und Zuschauern am Hafen neun Tonnen Feuerwerk gezündet. Wegen des Anschlags auf das jüdische Chanukka-Fest vor rund zwei Wochen am Bondi Beach waren die Sicherheitsvorkehrungen in der australischen Küstenmetropole dieses Jahr strenger als üblich.

Auch die Vorbereitungen zu der großen Party waren überschattet von der Erinnerung an den Anschlag, bei dem ein Vater und sein Sohn 15 Menschen erschossen hatten. Silvester-Partys wurden daher um 23.00 Uhr (Ortszeit) für eine Schweigeminute unterbrochen, die Harbour Bridge in weißes Licht als Zeichen des Friedens getaucht. "Die Freude, die wir normalerweise zu Beginn des neuen Jahres verspüren, ist dieses Jahr durch die Traurigkeit des alten gedämpft", erklärte Regierungschef Anthony Albanese in einer Videobotschaft.

Bevor das Feuerwerk in Sydney zündete waren die Pazifikstaaten Kiribati und Neuseeland die ersten, die ins Neue Jahr starteten. Asiatische Staaten wie Indonesien begrüßten Stunden später mit Feuerwerk und großen Feiern in den Städten das Jahr 2026. In Peking feierten die Menschen an der Großen Mauer. Auch über der Skyline von Bangkok erleuchteten Raketen den Himmel.

In Hongkong wurde das große Feuerwerk zu Ehren der 161 Todesopfer abgesagt, die beim Brand eines Hochhauskomplexes kürzlich ums Leben gekommen waren. Im Zentrum der Stadt versammelten sich die Menschen trotzdem zum Silvester-Countdown.

Auch in Europa und jenseits des Atlantik wird gefeiert. In Brasilien wurden am berühmten Copacabana-Strand über zwei Millionen Menschen erwartet.

Viele Menschen erwarten angesichts der zahlreichen Krisenherde auch 2026 eher schwierige Zeiten: Im Ukraine-Krieg scheint keine Beruhigung in Sicht. Russlands Präsident Wladimir Putin gab sich in seiner Neujahrsansprache siegessicher. Seine Truppen würden weiter für "ihr Heimatland, die Wahrheit und Gerechtigkeit" kämpfen, sagte er.

Chinas Präsident Xi Jinping richtete freundliche Neujahrsgrüße an seinen russischen Kollegen. Er stehe 2026 für einen "engen Austausch" bereit, um "gemeinsam kontinuierlich neue Fortschritte in den bilateralen Beziehungen zu erzielen", wie Xi in chinesischen Staatsmedien zitiert wurde. Auch in der Taiwan-Frage stehen die Zeichen weiterhin auf Konfrontation: China führte in den vergangenen Tag großangelegte Militärmanover vor der Insel aus.

Zudem dürften viele angesichts der Wirtschaftslage sorgenvoll ins neue Jahr blicken. Hinzu kommen die Unwägbarkeiten durch die Politik von US-Präsident Donald Trump. Und auch im Gazastreifen ist nicht sicher, wie lange die vereinbarte Waffenruhe halten wird.

Dennoch wird es 2026 auch wieder freudige Ereignisse geben - die Olympischen Winterspiele in Italien und die Fußball-WM in Nordamerika sind nur zwei davon.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Syriens Ex-Machthaber Baschar al-Assad in Abwesenheit zum Tode verurteilt

In Syrien hat ein Gericht den früheren Machthaber Baschar al-Assad in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Die Richter begründeten ihr Urteil am Dienstag mit "Kriegsverbrechen" und "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" Assads nach dem Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011. Es handelt sich um das erste Urteil gegen Assad, der im Dezember 2024 von islamistischen Kämpfern gestürzt wurde und ins Exil in die russische Hauptstadt Moskau floh.

Hitze und Dürre: Neuer Höchststand bei Ausfällen in französischen Akw

Hitze und Trockenheit setzen der Atomstromproduktion in Frankreich zu: Für den Kraftwerkspark des Betreibers EDF wurde am Sonntagnachmittag ein neuer Höchststand bei den Ausfällen verzeichnet, wie aus Berechnungen der Nachrichtenagentur AFP zu den seit 2015 veröffentlichten Daten hervorgeht. Die Ausfallquote erreichte 15,6 Prozent - noch nie zuvor fehlte in Frankreich so viel Kernkraftleistung aufgrund steigender Temperaturen der Flüsse und sinkender Durchflussmengen.

Zahl der Opfer nach schwerem Erdbeben in Kolumbien auf mindestens 132 gestiegen

Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien ist die Zahl der Opfer weiter gestiegen. Mindestens 132 Menschen seien bei dem Beben ums Leben gekommen, erklärte am Dienstag Asocapitales, eine Vereinigung zur Koordination von Maßnahmen in den wichtigsten Städten des südamerikanischen Landes. Zudem seien mehr als 570 Verletzte gemeldet worden. Derweil suchten Retter fieberhaft weiter nach Überlebenden.

Kolumbien von stärkstem Beben seit einem Jahrzehnt erschüttert - Mehr als hundert Tote

Kolumbien ist vom stärksten Erdbeben seit einem Jahrzehnt erschüttert worden - mehr als hundert Menschen wurden getötet. Rettungskräfte und freiwillige Helfer suchten am Montagabend (Ortszeit) teils mit bloßen Händen nach Überlebenden. Der neue Präsident Abelardo de la Espriella sprach von tausenden beschädigten oder zerstörten Häusern und rief den Katastrophenfall aus. Die USA kündigten Hilfe im Umfang von 15,5 Millionen Dollar (13,4 Millionen Euro) an.

Textgröße ändern: