Deutsche Tageszeitung - Polizeigewerkschaft beklagt Angriffe auf Einsatzkräfte in Silvesternacht

Polizeigewerkschaft beklagt Angriffe auf Einsatzkräfte in Silvesternacht


Polizeigewerkschaft beklagt Angriffe auf Einsatzkräfte in Silvesternacht
Polizeigewerkschaft beklagt Angriffe auf Einsatzkräfte in Silvesternacht / Foto: © AFP

Die Gewerkschaft der Polizei (DPolG) hat sich besorgt über die zahlreichen gewaltsamen Übergriffe auf Einsatzkräfte in der Silvesternacht gezeigt. Der Vize-Landeschef der DPolG Berlin, Frank Teichert, warnte am Donnerstag vor einer zu positiven Einschätzung der Silvesternacht in der Bundeshauptstadt: Wer sage, die Nacht sei "weitestgehend friedlich" verlaufen, "der verschweigt die vielen gezielten Angriffe auf unsere Einsatzkräfte", sagte Teichert der Nachrichtenagentur AFP in Berlin.

Textgröße ändern:

Er berichtete von zahlreichen Fällen, in denen in der Hauptstadt gezielt mit Raketen und anderen Feuerwerkskörpern auf Einsatzfahrzeuge geschossen worden sei. "Diese Chaoten haben uns angegriffen, sie fordern gezielt den Staat heraus", sagte Teichert. "Das ist keine Bagatelle." Der Polizeigewerkschafter sprach von Attacken gerade auf jene Menschen, "die für den Staat einstehen".

Im Berliner Stadtteil Wedding etwa sei die Feuerwehr bei Einsätzen zur Brandlöschung dermaßen aggressiv angegriffen worden, dass sie nur unter Polizeischutz arbeiten konnte, sagte Teichert. Ein weiterer Einsatzschwerpunkt in der Nacht sei der ebenfalls stark von Migration geprägte Stadtteil Neukölln gewesen.

Einsatzkräfte hätten berichtet, "die Täter waren dem Aussehen nach vermehrt arabischer und türkischer Herkunft", sagte Teichert. Größere Zusammenstöße, wie sie es in den Vorjahren in manchen Berliner Stadtteilen gegeben habe, seien diesmal aber nicht verzeichnet worden. "Insofern war es im Großen und Ganzen eine gute Silvesternacht", resümierte Teichert.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Syriens Ex-Machthaber Baschar al-Assad in Abwesenheit zum Tode verurteilt

In Syrien hat ein Gericht den früheren Machthaber Baschar al-Assad in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Die Richter begründeten ihr Urteil am Dienstag mit "Kriegsverbrechen" und "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" Assads nach dem Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011. Es handelt sich um das erste Urteil gegen Assad, der im Dezember 2024 von islamistischen Kämpfern gestürzt wurde und ins Exil in die russische Hauptstadt Moskau floh.

Hitze und Dürre: Neuer Höchststand bei Ausfällen in französischen Akw

Hitze und Trockenheit setzen der Atomstromproduktion in Frankreich zu: Für den Kraftwerkspark des Betreibers EDF wurde am Sonntagnachmittag ein neuer Höchststand bei den Ausfällen verzeichnet, wie aus Berechnungen der Nachrichtenagentur AFP zu den seit 2015 veröffentlichten Daten hervorgeht. Die Ausfallquote erreichte 15,6 Prozent - noch nie zuvor fehlte in Frankreich so viel Kernkraftleistung aufgrund steigender Temperaturen der Flüsse und sinkender Durchflussmengen.

Zahl der Opfer nach schwerem Erdbeben in Kolumbien auf mindestens 132 gestiegen

Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien ist die Zahl der Opfer weiter gestiegen. Mindestens 132 Menschen seien bei dem Beben ums Leben gekommen, erklärte am Dienstag Asocapitales, eine Vereinigung zur Koordination von Maßnahmen in den wichtigsten Städten des südamerikanischen Landes. Zudem seien mehr als 570 Verletzte gemeldet worden. Derweil suchten Retter fieberhaft weiter nach Überlebenden.

Kolumbien von stärkstem Beben seit einem Jahrzehnt erschüttert - Mehr als hundert Tote

Kolumbien ist vom stärksten Erdbeben seit einem Jahrzehnt erschüttert worden - mehr als hundert Menschen wurden getötet. Rettungskräfte und freiwillige Helfer suchten am Montagabend (Ortszeit) teils mit bloßen Händen nach Überlebenden. Der neue Präsident Abelardo de la Espriella sprach von tausenden beschädigten oder zerstörten Häusern und rief den Katastrophenfall aus. Die USA kündigten Hilfe im Umfang von 15,5 Millionen Dollar (13,4 Millionen Euro) an.

Textgröße ändern: