Deutsche Tageszeitung - Menschen in aller Welt begrüßen 2026 - Jahreswechsel von Unglücken und Gewalt überschattet

Menschen in aller Welt begrüßen 2026 - Jahreswechsel von Unglücken und Gewalt überschattet


Menschen in aller Welt begrüßen 2026 - Jahreswechsel von Unglücken und Gewalt überschattet
Menschen in aller Welt begrüßen 2026 - Jahreswechsel von Unglücken und Gewalt überschattet / Foto: © AFP

Mit Partys und Feuerwerk haben Menschen auf der ganzen Welt den Beginn des Jahres 2026 gefeiert. Der Jahreswechsel wurde allerdings auch von einem tödlichen Brand in der Schweiz, Unfällen mit Pyrotechnik und Gewalt gegen Einsatzkräfte überschattet. In Deutschland fanden große Feiern unter anderem am Brandenburger Tor in Berlin und in Hamburg statt.

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Mit als erste läuteten wie immer die Australier das neue Jahr ein: Mit einem spektakulären Feuerwerk an der Harbour Bridge und am Opernhaus in Sydney fanden dort die Silvester-Feierlichkeiten ihren Höhepunkt. Für das Spektakel vor hunderttausenden Zuschauern wurden neun Tonnen Pyrotechnik gezündet.

Wegen des Anschlags auf das jüdische Chanukka-Fest vor rund zwei Wochen am Bondi Beach waren die Sicherheitsvorkehrungen in der australischen Küstenmetropole dieses Jahr strenger als üblich. Zudem gab es um 23.00 Uhr (Ortszeit) eine Schweigeminute für die 15 Todesopfer des Anschlags.

Vor dem Feuerwerk in Sydney waren die Pazifikstaaten Kiribati und Neuseeland die ersten, die ins Neue Jahr starteten. Asiatische Staaten wie Indonesien begrüßten Stunden später mit Feuerwerk und großen Feiern das Jahr 2026. In China feierten die Menschen unter anderem an der Großen Mauer. Auch über der Skyline von Bangkok erleuchtete Feuerwerk den Himmel.

In Hongkong wurde das große Feuerwerk aus Trauer um die 161 Menschen abgesagt, die beim Brand eines Hochhauskomplexes Ende November starben. Im Zentrum der Stadt versammelten sich die Menschen trotzdem zum Silvester-Countdown.

Auch in Europa und jenseits des Atlantik wurde gefeiert. In Berlin versammelten sich zahlreiche Menschen am Brandenburger Tor, um das neue Jahr zu begrüßen. Die ZDF-Silvestershow kam dieses Jahr aber aus der Hafencity in Hamburg.

Vielerorts verlief die Silvesternacht unruhig. In Berlin etwa meldete der Senat mehr als 420 Festnahmen sowie 30 verletzte Polizisten. Unabhängig voneinander starben in Bielefeld zwei 18-Jährige durch die Explosion von selbstgebauter Pyrotechnik. Bundesweit erlitten Dutzende weitere Menschen teils schwerste Verletzungen durch Feuerwerkskörper.

In der Schweiz überschattete ein verheerendes Feuer in einer Bar im Nobel-Skiort Crans-Montana die Feiern. Die Polizei rechnete nach dem Unglück während einer Silvesterparty mit Dutzenden Todesopfern, zudem gebe es etwa 100 Verletzte.

In Amsterdam zerstörte ein nächtliches Feuer Teile einer bei Touristen beliebten Kirche. Ein 50 Meter hoher Turm der Vondelkirche stürzte ein und das Dach wurde schwer beschädigt. Laut Polizeigewerkschaft gab es in den Niederlanden außerdem ein "noch nie da gewesenem Ausmaß an Gewalt gegen die Polizei und Rettungskräfte".

Es war das letzte Silvester in den Niederlanden vor Inkrafttreten eines Böllerverbots. Bei Unfällen mit Feuerwerkskörpern gab es zwei Tote und einige Verletzte. Kurz nach Mitternacht verschickten die Behörden eine seltene landesweite Warnung an alle Handys, in der sie die Menschen dazu aufriefen, die überlasteten Rettungsdienste nur dann zu alarmieren, wenn es um Leben und Tod gehe.

In Belgien gab es wegen zahlreicher Attacken mit Pyrotechnik auf die Polizei 70 Festnahmen in Brüssel und mehr als 100 weitere in Antwerpen.

In Paris knallten die Champagnerkorken in der Nähe des Eiffelturms und auf den Champs-Elysées und in Bulgarien wurde mit dem Jahreswechsel der Euro eingeführt.

In Dubai standen Menschen bis zu neun Stunden an, um ein spektakuläres Feuerwerks- und Laserspektakel am Burj Khalifa, dem höchsten Gebäude der Welt, zu sehen. Im brasilianischen Rio de Janeiro fand am berühmten Copacabana-Strand den Behörden zufolge die größten Silvesterparty der Welt statt.

Viele Menschen erwarten angesichts der zahlreichen Krisenherde auch 2026 eher schwierige Zeiten. Zwar sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner Neujahrsansprache, sein Land sei "zehn Prozent" von einem Abkommen zur Beendigung des Krieges entfernt. Wichtige Fragen seien jedoch noch offen. Russlands Präsident Wladimir Putin sagte in seiner Neujahrsansprache derweil, er gehe von einem "Sieg" seines Landes in der Ukraine aus.

Zudem dürften viele Menschen weltweit angesichts der Wirtschaftslage sorgenvoll ins neue Jahr blicken. Hinzu kommen die Unwägbarkeiten durch die Politik von US-Präsident Donald Trump. Und auch im Gazastreifen ist nicht sicher, wie lange die vereinbarte Waffenruhe halten wird.

Dennoch wird es 2026 auch wieder freudige Ereignisse geben - die Olympischen Winterspiele in Italien und die Fußball-WM in Nordamerika sind nur zwei davon.

(G.Khurtin--DTZ)

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