Deutsche Tageszeitung - Tödlicher Angriff an Parkhaus in Stade: Fünf Männer zu Haftstrafen verurteilt

Tödlicher Angriff an Parkhaus in Stade: Fünf Männer zu Haftstrafen verurteilt


Tödlicher Angriff an Parkhaus in Stade: Fünf Männer zu Haftstrafen verurteilt
Tödlicher Angriff an Parkhaus in Stade: Fünf Männer zu Haftstrafen verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Nach dem Tod eines 44-Jährigen in der Nähe eines Parkhauses in Stade sind fünf Männer zu Haftstrafen verurteilt worden. Diese wurden teilweise zur Bewährung ausgesetzt, wie eine Sprecherin des Landgerichts der niedersächsischen Stadt am Mittwoch mitteilte. Das Gericht sah als erwiesen an, dass zwei der Männer das Opfer im Januar 2024 attackiert hatten.

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Motiv war demnach eine frühere Gewalttat. Der Hauptangeklagte sei vor einiger Zeit von dem späteren Opfer mit einem Messer angegriffen und verletzt worden. Das Verfahren gegen den psychisch kranken 44-Jährigen sei eingestellt worden, Schlichtungsversuche der jeweiligen Familien hätten keinen Erfolg gehabt.

Die fünf Angeklagten und ein weiterer, noch flüchtiger Mann hätten sich zusammengetan, um den 44-Jährigen zur Rede zu stellen und gewaltsam gegen ihn vorzugehen. Dem Urteil zufolge teilte sich die Gruppe auf, um nach ihm zu suchen. Einer der Angeklagten habe ihn entdeckt und mit einem Faustschlag zu Boden gebracht. Der Hauptangeklagte habe ihn dann getreten.

Das Opfer wurde nach der Tat schwer verletzt vor dem Parkhaus gefunden und starb im Krankenhaus. Im März 2024 wurden fünf Verdächtige festgenommen. Im August begann der Prozess gegen die Männer, die zwischen 25 und 36 Jahren alt sind.

Nun fiel das Urteil. Einen Tötungsvorsatz sah das Gericht bei keinem der Angeklagten. Den Hauptangeklagten verurteilte es zu sechs Jahren Haft, einen zweiten Mann zu vier Jahren und neun Monaten. Beide wurden der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig gesprochen.

Die übrigen drei Angeklagten hatten das Opfer dem Urteil zufolge nicht angegriffen, aber bei der Suche geholfen. Sie wurden wegen Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung verurteilt, einer auch wegen des Besitzes verbotener Gegenstände. Das Gericht verhängte Strafen zwischen 15 und 18 Monaten auf Bewährung gegen sie.

(W.Uljanov--DTZ)

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