Deutsche Tageszeitung - Aufenthaltstitel für türkische Staatsbürger erschlichen: Haftstrafe in Berlin

Aufenthaltstitel für türkische Staatsbürger erschlichen: Haftstrafe in Berlin


Aufenthaltstitel für türkische Staatsbürger erschlichen: Haftstrafe in Berlin
Aufenthaltstitel für türkische Staatsbürger erschlichen: Haftstrafe in Berlin / Foto: © AFP/Archiv

Wegen des Erschleichens von Aufenthaltstiteln für türkische Staatsbürger in zehn Fällen ist ein 26-Jähriger in Berlin zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Ein mitangeklagter 31-Jähriger bekam eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten, wie eine Gerichtssprecherin am Donnerstag mitteilte. Auch er wurde des Erschleichens von Aufenthaltstiteln in zehn Fällen schuldig gesprochen.

Textgröße ändern:

Der 26-Jährige soll laut Anklage zwischen April 2022 und April 2025 eine Beratungsagentur in der Türkei betrieben haben. Gegen Entgelt beriet diese ausweisewillige Türken und versorgte sie mit Dokumenten. Wenn die gesetzlichen Vorgaben für das sogenannte beschleunigte Fachkräfteverfahren nicht vorlagen, wurden Unterlagen entsprechend geändert oder unrichtige Bescheide besorgt, um an Aufenthaltstitel zu kommen. Der 31-Jährige war laut Anklage für die Beschaffung der nötigen Dokumente von Arbeitgebern und Ämtern zuständig.

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft wurden in insgesamt 34 Fällen unrichtige Bescheide bei den Behörden eingereicht. In zehn Fällen wurden die entsprechenden Visa tatsächlich erteilt. Von den Geschleusten erhielt der 26-Jährige laut Anklage jeweils zwischen 7000 und 18.000 Euro. In seinem Urteil ordnete das Gericht die Einziehung von 24.300 beziehungsweise 2000 Euro bei den Angeklagten an.

Die Staatsanwaltschaft forderte in dem Prozess, der am Mittwoch endete, eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren und zwei Monaten für den 26-Jährigen und eine zweijährige Bewährungsstrafe von den 31-Jährigen. Die Verteidigungen beantragten Freisprüche für die Angeklagten.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Seit Mittwoch vermisster Achtjähriger aus Frankfurt bei seiner Mutter gefunden

Ein seit Mittwoch vermisster achtjähriger Junge aus Frankfurt am Main ist bei seiner Mutter in einem Wohnhaus im südhessischen Heppenheim gefunden worden. Der polizeilichen Fahndungsmaßnahmen seien erfolgreich gewesen: Der acht Jahre alte Noah sei am späten Freitagabend unversehrt gefunden worden, teilte die Frankfurter Polizei mit. Er sei bei seiner Mutter gewesen, die in dem Heppenheimer Wohnhaus bei einem Bekannten untergekommen sei.

Ein Toter und zwei Schwerverletzte bei Kollision von Bus und Rangierlok in Hamburg

Beim Zusammenstoß eines Busses mit einer Rangierlok sind im Hamburger Hafengebiet am Freitag ein Mensch getötet und acht Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Wie die Polizei in der Hansestadt mitteilte, kollidierten der Linienbus und die Rangierlok am Nachmittag an einem unbeschrankten Bahnübergang im Stadtteil Wilhelmsburg. Im Bus wurde ein Mensch eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt, weitere Verletzte befanden sich bei Eintreffen der Einsatzkräfte auf der Straße.

Ein Toter und mehrere Schwerverletzte bei Kollision von Bus und Bahn in Hamburg

Beim Zusammenstoß eines Busses mit einem Zug sind im Hamburger Hafengebiet am Freitag ein Mensch getötet und mehrere weitere teils schwer verletzt worden. Wie die Polizei in der Hansestadt mitteilte, kollidierten der Linienbus und die Hafenbahn am Nachmittag an einem unbeschrankten Bahnübergang im Stadtteil Wilhelmsburg. Im Bus wurden demnach mehrere Menschen teils schwer verletzt, ein Mensch starb vor Ort.

Fünf Festnahmen bei Drogengroßrazzia in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen

Bei einer Großrazzia wegen Drogenhandels in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sind fünf Verdächtige festgenommen worden. Gegen sie besteht der Verdacht, dass sie organisiert mit Heroin und Kokain handelten, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Karlsruhe am Freitag mitteilten. Die Beschuldigten sollen in kriminellen Strukturen miteinander vernetzt sein und die Drogen aus Nachbarländern nach Deutschland geschmuggelt haben.

Textgröße ändern: