Deutsche Tageszeitung - Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana erhalten 10.000 Schweizer Franken

Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana erhalten 10.000 Schweizer Franken


Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana erhalten 10.000 Schweizer Franken
Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana erhalten 10.000 Schweizer Franken / Foto: © AFP

Die Opfer der Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana sollen eine staatliche Soforthilfe in Höhe von jeweils 10.000 Schweizer Franken (etwa 10.740 Euro) erhalten. Der Pauschalbetrag werde für jedes Opfer gezahlt, das wegen seiner Verletzungen im Krankenhaus behandelt oder ums Leben gekommen seien, teilten die Behörden des Kantons Wallis am Mittwoch mit.

Textgröße ändern:

Das Geld soll demnach an 156 Menschen aus 19 Ländern ausgezahlt werden, die Betroffenen werden laut den Behörden direkt vom Kanton Wallis kontaktiert. Zudem gab der Kanton bekannt, dass auf Anfrage "zahlreicher Privatpersonen und Organisationen" ein Spendenkonto eingerichtet worden sei.

Bei dem Feuer in der Bar "Le Constellation" waren in der Silvesternacht 40 Menschen ums Leben gekommen. 116 weitere Menschen erlitten teils sehr schwere Verletzungen. Wegen des Brandes wurden Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Verursachung eines Brandes eingeleitet. Der Mann des Betreiber-Ehepaars von "Le Constellation" wurde in Untersuchungshaft genommen.

Ein Anwalt der Hinterbliebenen sagte am Mittwoch, dass er eine Onlineplattform ins Leben gerufen habe, um Bilder und Videos aus der Silvesternacht sowie Zeugenaussagen zu sammeln. "Wir wurden von vielen Menschen kontaktiert, die uns Informationen übermitteln wollten", sagte Romain Jordan der Nachrichtenagentur AFP. Diese Plattform gebe die Möglichkeit dazu. Ziel sei es, die Ermittlungen zu unterstützen.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Forscher: Musk verbreitete Beiträge britischer Rechtsextremer millionenfach weiter

Der Tech-Multimilliardär Elon Musk hat einer Erhebung zufolge in seinem Onlinedienst X Beiträge des rechtsextremen britischen Aktivisten Tommy Robinson sowie des Vorsitzenden der rechtsextremen Partei Restore UK, Rupert Lowe, millionenfach weiterverbreitet und dadurch die ausländerfeindlichen Proteste in Nordirland maßgeblich angeheizt. Forscher der Internet-Überwachungsorganisation Center for Countering Digital Hate (CCDH) berichteten am Freitag, dass die Beiträge der beiden Briten und Musks zu Belfast zusammen mehr als 115 Millionen Aufrufe auf ihren Konten erzielten - 55 Prozent davon entfielen demnach auf Musk.

Erste Pride-Parade in Tel Aviv seit Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023

In der israelischen Metropole Tel Aviv hat es erstmals seit dem Großangriff der Hamas-Miliz am 7. Oktober 2023 wieder eine Pride-Parade in früherer Form gegeben. Tausende Teilnehmer zogen am Freitag in bunter Aufmachung und mit lauter Musik durch die Straßen. Auf Plakaten kritisierten viele Teilnehmer die rechtsgerichtete israelische Regierung.

Gericht: Rassistische Chats von Beamten nicht automatisch Verstoß gegen Verfassungstreue

Das Versenden von objektiv rassistischen oder das NS-Unrecht verharmlosenden Chatnachrichten durch einen Beamten lässt laut Bundesverwaltungsgericht nicht automatisch den Rückschluss auf einen mit der weiteren Dienstausübung unvereinbaren Verstoß gegen die Verfassungstreuepflicht zu. Das entschied das Gericht in Leipzig nach Angaben vom Donnerstag im Fall eines Feuerwehrmanns aus Bremen. (Az. BVerwG 2 C 12.25)

Beschwerde von Polizei erfolgreich: Observation von Maddie-Verdächtigem verlängert

Die Polizei darf den deutschen Verdächtigen im Fall des verschwundenen britischen Mädchens Madeleine "Maddie" McCann weiter observieren. Ein Gericht habe die Notwendigkeit einer Fortsetzung "im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zur Gefahrenabwehr" bestätigt, teilte die Polizeidirektion Kiel am Freitag mit. Zu Einzelheiten der Entscheidung und konkreten Observationsmaßnahmen würden derzeit keine Angaben gemacht.

Textgröße ändern: