Deutsche Tageszeitung - Klage von X-Nutzer gegen Kiesewetter mit Versäumnisurteil abgewiesen

Klage von X-Nutzer gegen Kiesewetter mit Versäumnisurteil abgewiesen


Klage von X-Nutzer gegen Kiesewetter mit Versäumnisurteil abgewiesen
Klage von X-Nutzer gegen Kiesewetter mit Versäumnisurteil abgewiesen / Foto: © AFP/Archiv

Das Landgericht im baden-württembergischen Ellwangen hat die Klage eines X-Nutzers gegen den CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter abgewiesen. Es erging ein Versäumnisurteil, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. Grund dafür war, dass die Klägerseite zunächst Sachanträge angekündigt hatte, diese aber letztlich doch nicht stellte. Zudem erschien der Kläger nicht vor Gericht.

Textgröße ändern:

In dem Verfahren ging es um ein Posting Kiesewetters auf X. Der Politiker hatte im September 2023 weitere Waffenlieferungen an die Ukraine gefordert. Unter diesen Post schrieb der Kläger den Satz "Du hättest bestimmt im 3. Reich Karriere gemacht." Kiesewetter verlangte daraufhin per Anwalt eine Unterlassung. Gegen diese Aufforderung ging der X-Nutzer nun vor Gericht vor.

Ziel war es, feststellen zu lassen, dass Kiesewetter keinen Anspruch auf eine Unterlassung hat. Mit dem Versäumnisurteil wurde nicht in der Sache entschieden. Ob der Kläger den von ihm geposteten Satz zu unterlassen hat, ist nach wie vor offen. Legt der X-Nutzer fristgemäß Einspruch gegen das Versäumnisurteil ein, muss neu verhandelt werden.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Syrischer Übergangspräsident al-Scharaa von Merz im Kanzleramt empfangen

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa bei dessen Antrittsbesuch in Berlin empfangen. Merz begrüßte al-Scharaa am Montag am Bundeskanzleramt mit einem Handschlag. Geplant waren unter anderem ein Vier-Augen-Gespräch und ein Mittagessen. Im Anschluss (gegen 14.00 Uhr) wollen Merz und al-Scharaa gemeinsam vor die Presse treten.

Organisationen: Deutschland muss Unterstützung für Syrien an Bedingungen knüpfen

Zivilgesellschaftliche Organisationen haben die Bundesregierung aufgefordert, eine Unterstützung für die syrische Übergangsregierung an konkrete Bedingungen zu knüpfen. Die Einladung des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa durch Kanzler Friedrich Merz (CDU), sei "grundsätzlich richtig", sagte am Montag in Berlin die Geschäftsführerin der deutsch-syrischen Menschenrechtsorganisation Adopt a Revolution Farhad Ahma, Sophie Bischoff. Es gehe nicht darum, ob Deutschland mit der neuen Führung in Damaskus spreche, sondern darum, dass jegliche Unterstützung "an ganz klare Bedingungen geknüpft sein sollte".

Thüringen: Erotikfilm löst Polizeieinsatz aus

Ein zu laut aufgedrehter Erotikfilm hat in Thüringen einen Polizeieinsatz ausgelöst. Eine Frau alarmierte am Sonntag wegen vermeintlicher Schmerzensschreie aus einer Nachbarwohnung die Beamten in Mühlhausen, wie die Landespolizeiinspektion Nordhausen am Montag mitteilte.

Cybercrime-Gruppierung: Mutmaßlicher Kopf und Programmierer identifiziert

Ermittler haben den mutmaßlichen Kopf und den Programmierer einer weltweit und auch in Deutschland agierenden Cybercrime-Gruppierung identifiziert. Gegen die beiden Beschuldigten wurden Haftbefehle erwirkt und eine weltweite Öffentlichkeitsfahndung eingeleitet, wie die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg am Montag mitteilten. Sie sollen für eine Reihe von Cyberangriffen auf Firmen und öffentliche Einrichtungen in Deutschland verantwortlich sein.

Textgröße ändern: