Deutsche Tageszeitung - Pflegerin soll in Hessen Messgeräte von Patienten abgestellt haben - Festnahme

Pflegerin soll in Hessen Messgeräte von Patienten abgestellt haben - Festnahme


Pflegerin soll in Hessen Messgeräte von Patienten abgestellt haben - Festnahme
Pflegerin soll in Hessen Messgeräte von Patienten abgestellt haben - Festnahme / Foto: © AFP/Archiv

Ermittler haben in Hessen eine Pflegerin festgenommen, die Messgeräte von Wachkomapatienten abgestellt haben soll. Ihr werden versuchter Mord in drei Fällen und Körperverletzung vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Dienstag mitteilte. Die Frau war Pflegerin auf einer Wachkomastation eines Altenheims im Main-Taunus-Kreis. Wegen des Zustands der Patienten mussten ihre Vitalfunktionen konstant über ein Messgerät überwacht werden.

Textgröße ändern:

Die Frau soll dieses Gerät bei drei Patienten in mindestens zwei Nachtdiensten im Februar 2025 entfernt haben, um während ihrer Dienstzeit nicht durch akustische Warnsignale gestört zu werden. Damit soll sie den Tod der Betroffenen in Kauf genommen haben, denn die Reduzierung der Sauerstoffsättigung im Blut oder Schleim in den Bronchien wurde dadurch nicht mehr angezeigt.

In einem Fall habe das Entfernen des Geräts zu einem lebensbedrohlichen Zustand geführt. Auch in den beiden anderen Fällen hätte Lebensgefahr bestehen können. In einem ihrer folgenden Nachtdienste habe die Pflegeheimleitung die Station unangekündigt besucht. Bei zwei Patienten auf ihrer Station seien die Messgeräte abgeschaltet gewesen. Ihre Sauerstoffsättigung sei bereits unter dem Normalwert gewesen. Die Staatsanwaltschaft ordnete ein vorläufiges Berufsverbot gegen die Frau an.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Gewitter in Philadelphia: Zehntausende Fans müssen Stadionplätze verlassen

Wegen eines drohenden Gewitters ist in Philadelphia ein Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft unterbrochen worden - zehntausende Fans im Stadion mussten ihre Plätze verlassen. Während des Spiels zwischen Frankreich und dem Irak begann am Montagabend in der US-Metropole heftiger Regen, der Wetterdienst gab zudem eine Gewitterwarnung heraus. Daraufhin wurde die Partie zur Halbzeitpause offiziell für unterbrochen erklärt. Die Fans wurden aufgefordert, ihre Plätze zu verlassen und in geschützten Stadion-Bereichen Unterschlupf zu suchen.

Bärte nicht lang genug: Taliban-Sittenpolizei nimmt afghanische Hilfskräfte fest

Die Sittenpolizei der Taliban-Regierung in Afghanistan hat nach Angaben aus Kreisen von Hilfsorganisationen rund 20 Helfer festgenommen, weil deren Bärte nicht lang genug waren. Sie seien am Samstag in der Nähe eines Grenzübergangs zum Iran für Organisationen tätig gewesen, die mit den Vereinten Nationen zusammenarbeiteten, hieß es in internen Erklärungen, die am Montag von zwei Hilfskräften an die Nachrichtenagentur AFP weitergegeben wurden.

Mann spendet an Dschihadistenmiliz IS: 5500 Euro Geldstrafe in Hamburg

Wegen Spenden an die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ist ein 33-Jähriger in Hamburg zu einer Geldstrafe von 5500 Euro verurteilt worden. Das Oberlandesgericht in der Hansestadt sprach ihn nach Angaben eines Gerichtssprechers wegen Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung und Sanktionsverstößen schuldig. Laut Anklage hatte er der islamistischen Miliz über Mittelsmänner 220 Euro zukommen lassen.

Mutmaßlich Raketen für Hisbollah gewartet: Prozess in Niedersachsen begonnen

Vor dem Oberlandesgericht im niedersächsischen Celle hat am Montag ein Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied der radikalislamischen Hisbollah-Miliz begonnen. Das teilte ein Gerichtssprecherin mit. Der 51-Jährige soll laut Anklage mehrere Jahre lang im Libanon und in Syrien als Elektrotechniker an der Wartung von Raketen und Raketenabwehrsystemen der Miliz gearbeitet haben. Ihm wird Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Diese kämpft gegen Israel.

Textgröße ändern: