Deutsche Tageszeitung - Mehr als 20 Jahre lang Kinder in Asien missbraucht: Anklage in Hessen

Mehr als 20 Jahre lang Kinder in Asien missbraucht: Anklage in Hessen


Mehr als 20 Jahre lang Kinder in Asien missbraucht: Anklage in Hessen
Mehr als 20 Jahre lang Kinder in Asien missbraucht: Anklage in Hessen / Foto: © AFP/Archiv

Die Staatsanwaltschaft im hessischen Limburg hat einen 77 Jahre alten Mann angeklagt, der mehr als 20 Jahre lang vor allem in Asien Kinder und Jugendliche schwer sexuell missbraucht haben soll. Wie die Anklagebehörde und das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilten, liegen die Tatorte der Missbrauchstaten in 13 verschiedenen Ländern. Die Anklage gegen den seit September in Untersuchungshaft sitzenden Mann sei zum Amtsgericht Wetzlar erhoben worden.

Textgröße ändern:

Der Tatverdächtige soll den Missbrauch mit Fotos und Videos dokumentiert haben. Auf seine Spur kamen die Ermittler durch einen Hinweis aus den USA. In einer sogenannten Cloud seien dutzende verdächtige Bild- und Videodateien hochgeladen worden, auf denen er identifiziert werden konnte. Der Tatzeitraum soll bis in das Jahr 1996 zurückreichen.

Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung sei umfassendes Bildmaterial beschlagnahmt worden, die Aufbereitung der nach aktuellem Stand 4,9 Millionen Bild- und Videodateien sei noch nicht abgeschlossen. Zur Beschleunigung des Verfahrens sei deshalb ein kleiner Teil der Vorwürfe bereits zur Anklage gebracht worden.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Nahe Flugzeugträger: USA schießen iranische Drohne im Arabischen Meer ab

Die USA haben nach Pentagon-Angaben eine iranische Drohne im Arabischen Meer abgeschossen. Die Drohne habe sich auf "aggressive" Weise dem Flugzeugträger USS "Abraham Lincoln" genähert, teilte ein Militärsprecher am Dienstag in Washington mit. Der Abschuss durch ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-35C sei zur "Selbstverteidigung" erfolgt, um den Flugzeugträger und die Besatzung zu schützen.

Gemeinde Crans-Montana spendet über eine Million Euro für Opfer der Brandkatastrophe

Die Schweizer Gemeinde Crans-Montana spendet eine Million Schweizer Franken für die Opfer und Hinterbliebenen der verheerenden Brandkatastrophe in der Silvesternacht. "Wir sind uns bewusst, dass Geld keine Wunden heilen kann, aber wir hoffen, den von dieser Tragödie betroffenen Familien helfen und die Solidarität der Gemeinde Crans-Montana zum Ausdruck bringen zu können", erklärte am Dienstag Gemeindepräsident Nicolas Féraud.

Französische Justiz will X-Eigentümer Musk anhören - Durchsuchungen in Büros

Die französische Justiz weitet ihr Vorgehen gegen die Online-Plattform X aus: Die Behörden durchsuchten Büroräume des Unternehmens und wollen X-Eigentümer Elon Musk befragen. Musk sei für den 20. April in Paris zu einer "freiwilligen Anhörung" geladen, teilte die Staatsanwaltschaft in Paris am Dienstag mit. Ärger dräut X auch in Großbritannien, wo die Datenschutzbehörde eine Untersuchung wegen KI-generierter Pornobilder anstieß.

Menschenrechtsgericht verurteilt Russland wegen Inhaftierung Nawalnys

Zwei Jahre nach dem Tod des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny in einem russischen Straflager hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) Russland wegen "rechtswidriger Inhaftierung" und "unmenschlicher Behandlung" verurteilt. Die Straßburger Richter verurteilten Russland am Dienstag zu einer Entschädigungszahlung in Höhe von 26.000 Euro, was voraussichtlich keine Folgen haben wird, da Russland Entscheidungen des Gerichts ignoriert.

Textgröße ändern: