Deutsche Tageszeitung - Illegale Geschäfte mit Immobilien in Dubai: Geldstrafen für Angeklagte in Hamburg

Illegale Geschäfte mit Immobilien in Dubai: Geldstrafen für Angeklagte in Hamburg


Illegale Geschäfte mit Immobilien in Dubai: Geldstrafen für Angeklagte in Hamburg
Illegale Geschäfte mit Immobilien in Dubai: Geldstrafen für Angeklagte in Hamburg / Foto: © AFP/Archiv

Das Landgericht Hamburg hat vier Angeklagte wegen illegaler Geldanlagegeschäfte mit Immobilien in Dubai verurteilt. Es sprach sie nach Angaben einer Sprecherin vom Donnerstag wegen des unerlaubten Betreibens von Bankgeschäften oder Beihilfe dazu schuldig und verhängte Geldstrafen zwischen 7000 Euro und 28.500 Euro. Laut Anklage ging es um Firmen, die zwischen 2014 und 2016 ein entsprechendes Anlageprodukt angeboten hatten, ohne über eine Erlaubnis der Aufsichtsbehörden zu verfügen.

Textgröße ändern:

Bei den Angeklagten handelte es sich um drei Männer und eine Frau, die unter anderem Firmen in Hamburg und Dubai und eine sogenannte Treuhandgesellschaft leiteten. Der Anklage zufolge sammelten sie rund 16 Millionen Euro von etwa 800 Anlegern ein. Diese sollten Anteile an noch zu bauenden Wohnungen in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten erwerben und dafür etwa Mietanteile erhalten.

Es handelte sich demnach um ein Einlagengeschäft, für das eine Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht erforderlich gewesen wäre. Über diese verfügten die Firmen der Beschuldigten aber nicht. Das Urteil fiel in der vergangenen Woche. Die Angeklagten waren zum Prozessauftakt im Oktober des vergangenen Jahres zwischen 58 und 61 Jahre alt.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Gewitter in Philadelphia: Zehntausende Fans müssen Stadionplätze verlassen

Wegen eines drohenden Gewitters ist in Philadelphia ein Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft unterbrochen worden - zehntausende Fans im Stadion mussten ihre Plätze verlassen. Während des Spiels zwischen Frankreich und dem Irak begann am Montagabend in der US-Metropole heftiger Regen, der Wetterdienst gab zudem eine Gewitterwarnung heraus. Daraufhin wurde die Partie zur Halbzeitpause offiziell für unterbrochen erklärt. Die Fans wurden aufgefordert, ihre Plätze zu verlassen und in geschützten Stadion-Bereichen Unterschlupf zu suchen.

Bärte nicht lang genug: Taliban-Sittenpolizei nimmt afghanische Hilfskräfte fest

Die Sittenpolizei der Taliban-Regierung in Afghanistan hat nach Angaben aus Kreisen von Hilfsorganisationen rund 20 Helfer festgenommen, weil deren Bärte nicht lang genug waren. Sie seien am Samstag in der Nähe eines Grenzübergangs zum Iran für Organisationen tätig gewesen, die mit den Vereinten Nationen zusammenarbeiteten, hieß es in internen Erklärungen, die am Montag von zwei Hilfskräften an die Nachrichtenagentur AFP weitergegeben wurden.

Mann spendet an Dschihadistenmiliz IS: 5500 Euro Geldstrafe in Hamburg

Wegen Spenden an die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ist ein 33-Jähriger in Hamburg zu einer Geldstrafe von 5500 Euro verurteilt worden. Das Oberlandesgericht in der Hansestadt sprach ihn nach Angaben eines Gerichtssprechers wegen Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung und Sanktionsverstößen schuldig. Laut Anklage hatte er der islamistischen Miliz über Mittelsmänner 220 Euro zukommen lassen.

Mutmaßlich Raketen für Hisbollah gewartet: Prozess in Niedersachsen begonnen

Vor dem Oberlandesgericht im niedersächsischen Celle hat am Montag ein Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied der radikalislamischen Hisbollah-Miliz begonnen. Das teilte ein Gerichtssprecherin mit. Der 51-Jährige soll laut Anklage mehrere Jahre lang im Libanon und in Syrien als Elektrotechniker an der Wartung von Raketen und Raketenabwehrsystemen der Miliz gearbeitet haben. Ihm wird Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Diese kämpft gegen Israel.

Textgröße ändern: