Deutsche Tageszeitung - Australien gedenkt der Opfer des antisemitischen Anschlags am Bondi Beach

Australien gedenkt der Opfer des antisemitischen Anschlags am Bondi Beach


Australien gedenkt der Opfer des antisemitischen Anschlags am Bondi Beach
Australien gedenkt der Opfer des antisemitischen Anschlags am Bondi Beach / Foto: © AFP

In Australien haben die Menschen am Donnerstag der Opfer des antisemitischen Schusswaffenangriffs am Bondi Beach gedacht. An dem nationalen Trauertag wehten die Flaggen auf halbmast. Um 19.01 Uhr Ortszeit (09.01 Uhr MEZ) erinnerten die Menschen mit einer Schweigeminute an die 15 Menschen, die während einer Feier zum jüdischen Lichterfest Chanukka von zwei Angreifern getötet worden waren. Im ganzen Land stellten Menschen Kerzen in Fenster und vor Haustüren.

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Rund fünf Wochen nach dem Anschlag waren Überlebende, Angehörige der Opfer und Rettungskräfte zu einem Abend der gemeinsamen Trauer in der Oper von Sydney eingeladen. Angehörige entzündeten 15 Kerzen bei der Gedenkzeremonie in der Oper, die unter dem Motto stand "Das Licht wird siegen". Rund um das Opernhaus waren strenge Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden.

"Ihr kamt zusammen, um ein Fest des Lichts und der Freiheit zu feiern, und wurdet mit der Gewalt des Hasses konfrontiert", sagte Premierminister Anthony Albanese bei seiner Ansprache im Opernhaus. Er bedauere zutiefst, dass "wir Ihre Angehörigen nicht vor diesem Übel schützen konnten", sagte er an die Familien gerichtet.

Am 14. Dezember hatten zwei Angreifer während einer Zeremonie zum Chanukkafest am Bondi Beach in die Menge geschossen. 15 Menschen wurden getötet, dutzende weitere wurden verletzt. Die australischen Behörden stufen die Tat als antisemitischen Angriff ein. Sie gehen davon aus, dass die beiden Täter - Vater und Sohn - von der Ideologie der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beeinflusst waren.

Unter den Opfern waren ein 87-jähriger Holocaust-Überlebender, ein Ehepaar, das sich einem der Täter entgegenstellte, und die zehnjährige Tochter einer aus der Ukraine eingewanderten Familie.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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