Deutsche Tageszeitung - Pakistan: Zahl der Todesopfer bei Brand in Einkaufszentrum steigt auf 67

Pakistan: Zahl der Todesopfer bei Brand in Einkaufszentrum steigt auf 67


Pakistan: Zahl der Todesopfer bei Brand in Einkaufszentrum steigt auf 67
Pakistan: Zahl der Todesopfer bei Brand in Einkaufszentrum steigt auf 67 / Foto: © AFP

Nach dem verheerenden Brand in einem Einkaufszentrum in Pakistans bevölkerungsreichster Stadt Karachi ist die Zahl der Todesopfer nach örtlichen Behördenangaben auf 67 gestiegen. Es seien bislang acht Todesopfer per DNA-Analyse identifiziert worden, erklärte ein Sprecher der Provinzregierung am Freitag. Die Behörden gaben weiterhin keine Ursache für das am Samstagabend in dem Kaufhauskomplex "Gul Plaza" ausgebrochene Feuer bekannt.

Textgröße ändern:

Angehörige von nach wie vor vermissten Menschen kritisierten die langsam voranschreitenden Bergungsarbeiten. Die Behörden hatten zuvor erklärt, die Leichen der Brandopfer könnten erst nach einem DNA-Abgleich an die Angehörigen übergeben werden. Mehr als 50 Familien haben dazu bereits DNA-Proben abgegeben.

Die Provinzregierung sagte den Familien der Verstorbenen Entschädigungszahlungen in Höhe von jeweils zehn Millionen Rupien (rund 30.500 Euro) zu. Auch die Besitzer der rund 1200 Geschäfte sollen entschädigt werden.

Das dreistöckige "Gul Plaza" zählte zu den meistbesuchten Einkaufszentren von Karachi. Auf Karachis Märkten und in den dortigen Fabriken brechen immer wieder Feuer aus. Eine derartig hohe Opferzahl bei einem Brand ist allerdings selten. Die Regierung setzte einen Untersuchungsausschuss zur Klärung der Brandursache ein.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke in Dresden: Drei Angeklagte kommen vor Gericht

Knapp drei Jahre nach dem Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke in Dresden kommen drei Tatverdächtige vor Gericht. Das Amtsgericht der sächsischen Landeshauptstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft zu, wie es am Freitag mitteilte. Ecke war im Mai 2024 beim Aufhängen von Wahlplakaten angegriffen und dabei so schwer verletzt worden, dass er operiert werden musste.

Sonderermittlerin soll mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni untersuchen

Rund zwei Jahre nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell hat der Bundesstaat New York eine Sonderermittlerin berufen. Gouverneurin Kathy Hochul betraute die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James mit dem Fall. Beide wollten am Freitag vor die Presse treten.

Bayern: Mehr als sechs Jahre Haft für Syrer wegen Einschleusens von Ausländern

Wegen der mehrfachen Schleusung von illegalen Einwanderern ist ein 32-jähriger Syrer in Bayern zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein sprach ihn unter anderem des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. In das Strafmaß wurde auch ein Urteil vom April mit einbezogen.

Mutter von Drillingen erstochen - Ehemann in Osnabrück wegen Mordes verurteilt

Weil er seine Frau erstochen haben soll, soll ein Mann aus Niedersachsen lange ins Gefängnis. Das Landgericht Osnabrück verurteilte ihn am Freitag nach Angaben eines Sprechers wegen Mordes und verhängte eine lebenslange Freiheitsstrafe. Der Mann hatte demnach im Prozess gestanden, seine Frau, eine Mutter von Drillingen, getötet zu haben.

Textgröße ändern: