Deutsche Tageszeitung - Mann in Minneapolis von US-Bundespolizisten erschossen

Mann in Minneapolis von US-Bundespolizisten erschossen


Mann in Minneapolis von US-Bundespolizisten erschossen

Beim höchst umstrittenen Abschiebe-Einsatz in der US-Großstadt Minneapolis haben Bundespolizisten erneut einen Menschen erschossen. Das US-Heimatschutzministerium erklärte am Samstag, ein Beamter des Grenzschutzes habe "Abwehrschüsse" auf einen bewaffneten Mann abgegeben. Dieser habe sich den Polizisten zuvor mit einer Pistole genähert. Als die Beamten ihn hätten entwaffnen wollen, habe der Mann sich "gewaltsam widersetzt".

Textgröße ändern:

Ein Grenzschutzbeamter habe das Feuer eröffnet, weil er "um sein Leben und das Leben und die Sicherheit anderer Polizisten" gefürchtet habe, erklärte das Heimatschutzministerium weiter. Das Ministerium veröffentlichte zudem ein Foto, das die halbautomatische 9-Millimeter-Pistole des Mannes zeigen soll.

Demnach hatte sich der bewaffnete Mann den Beamten der Grenzschutzpolizei (US Border Patrol) genähert, als diese am Samstagmorgen einen wegen Körperverletzung gesuchten Ausländer ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung festnehmen wollten.

Der Gouverneur des Bundesstaates Minnesota, der Demokrat Tim Walz, beklagte im Kurzbotschaftendienst X, eine "furchtbare" Schussabgabe durch Bundespolizisten. "Minnesota hat die Nase voll", schrieb Walz weiter. "Das ist widerlich."

Trump müsse den Einsatz von US-Bundespolizisten zur Abschiebung von Ausländern beenden, forderte der Gouverneur. "Ziehen Sie die tausenden gewalttätigen, nicht ausgebildeten Polizisten aus Minnesota ab. Jetzt."

Vor weniger als drei Wochen hatte ein Polizist der US-Einwanderungspolizei ICE in Minneapolis die unbewaffnete Autofahrerin Renee Good erschossen. Der Vorfall sorgte für Entrüstung und Proteste.

Zuletzt sorgte dann die Festnahme eines fünfjährigen Jungen durch ICE-Beamte für Empörung. So demonstrierten am Freitag tausende Menschen in Minneapolis, Restaurants und Geschäfte blieben geschlossen.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Totes Neugeborenes in Gefrierfach in Niedersachsen: Freispruch für Mutter

Nach dem Fund eines toten Neugeborenen im Gefrierfach eines Kühlschranks ist die Mutter in Niedersachsen vom Vorwurf des Totschlags freigesprochen worden. Das Landgericht Verden konnte nach Angaben eines Sprechers vom Donnerstag nicht feststellen, dass das von der inzwischen 33-Jährigen bei einer Hausgeburt 2024 in Achim allein zur Welt gebrachte Baby selbst bei einer sofortigen medizinischen Behandlung sicher überlebt hätte.

Rechtsextremisten sollen Straftaten geplant haben - Durchsuchungen

Weil sie rechtsextreme Straftaten geplant haben sollen, haben Ermittler in Baden-Württemberg die Wohnungen von fünf Männern durchsucht. Ihnen wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Karlsruhe am Donnerstag mitteilten. Demnach wurden 19 Wohnungen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe sowie im Enzkreis und im Landkreis Heilbronn durchsucht. Die Verdächtigen sind zwischen 16 und 20 Jahre alt.

47-Jähriger will Sperrmüll loswerden und klaut in Duisburg Feuerwehrfahrzeug

Weil er unter anderem seinen Sperrmüll loswerden wollte, hat ein unter Drogen stehender 47-Jähriger in Duisburg ein Rettungsfahrzeug der Feuerwehr geklaut. Der Mann wurde festgenommen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Demnach brach er am Mittwochmorgen in die Rettungswache im Stadtteil Duissern ein und stahl ein Einsatzfahrzeug. Ein Mitarbeiter der Feuerwehr beobachtete den Diebstahl und rief die Polizei.

19-Jährige tot in Wald bei Mannheim entdeckt - Tatverdächtiger festgenommen

Nach dem Fund einer toten Frau in einem Wald bei Mannheim haben Ermittler einen Tatverdächtigen festgenommen. Es handle sich um einen 17-Jährigen, teilte die Polizei in der baden-württembergischen Stadt am Donnerstag mit. Er soll die 19-Jährige getötet haben.

Textgröße ändern: