Deutsche Tageszeitung - Nahe Flugzeugträger: USA schießen iranische Drohne im Arabischen Meer ab

Nahe Flugzeugträger: USA schießen iranische Drohne im Arabischen Meer ab


Nahe Flugzeugträger: USA schießen iranische Drohne im Arabischen Meer ab
Nahe Flugzeugträger: USA schießen iranische Drohne im Arabischen Meer ab / Foto: © US NAVY/AFP/Archiv

Die USA haben nach Pentagon-Angaben eine iranische Drohne im Arabischen Meer abgeschossen. Die Drohne habe sich auf "aggressive" Weise dem Flugzeugträger USS "Abraham Lincoln" genähert, teilte ein Militärsprecher am Dienstag in Washington mit. Der Abschuss durch ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-35C sei zur "Selbstverteidigung" erfolgt, um den Flugzeugträger und die Besatzung zu schützen.

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Die iranische Drohne vom Typ Shahed-139 habe "trotz deeskalierender Maßnahmen der US-Streitkräfte weiter auf das Schiff zugesteuert", sagte der Sprecher des US-Kommandos für den Nahen Osten (Centcom), Tim Hawkins. Er bestätigte zudem einen weiteren Vorfall, bei dem sich zwei iranische Boote und eine Drohne "mit hoher Geschwindigkeit" einem Schiff unter US-Flagge genähert und damit gedroht hätten, "den Tanker zu entern und zu beschlagnahmen". Dabei handelte es sich den Angaben zufolge um den Tanker "Stena Imperative", der sich laut der Seite "Marinetraffic.com" derzeit im Persischen Golf befindet.

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran hatten sich zum Jahreswechsel verschärft. Grund war die gewaltsame Niederschlagung der Proteste im Iran mit tausenden Toten. Ende Januar drängte US-Präsident Donald Trump den Iran dann zu neuen Verhandlungen über das Atomprogramm des Landes und drohte andernfalls mit militärischer Gewalt. Vor diesem Hintergrund verlegten die USA unter anderem den Flugzeugträger in die Region.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Katherine Leavitt, stellte nach dem Drohnenabschuss aber klar, dass die Atomgespräche mit dem Iran "nach derzeitigem Stand weiterhin geplant" seien. Trumps Sonderbeauftragter Steve Witkoff wolle im Laufe der Woche mit iranischen Verantwortlichen zusammentreffen. Präsident Trump habe allerdings mehrere Optionen, und eine davon sei militärische Gewalt, bekräftigte Leavitt im Sender Fox News.

(P.Hansen--DTZ)

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