Deutsche Tageszeitung - Illegale Zigarettenfabrik in Sachsen-Anhalt: Vier Verdächtige in Untersuchungshaft

Illegale Zigarettenfabrik in Sachsen-Anhalt: Vier Verdächtige in Untersuchungshaft


Illegale Zigarettenfabrik in Sachsen-Anhalt: Vier Verdächtige in Untersuchungshaft
Illegale Zigarettenfabrik in Sachsen-Anhalt: Vier Verdächtige in Untersuchungshaft / Foto: © AFP/Archiv

Nach der Aushebung einer illegalen Zigarettenfabrik in Sachsen-Anhalt sind vier Tatverdächtige festgenommen worden. Es handelt sich um drei Männer im Alter zwischen 39 und 56 Jahren sowie eine 31-jährige Frau, wie das Zollfahndungsamt Hannover am Montag mitteilte. Die vier bulgarischen Staatsangehörigen kamen demnach am Samstag in Untersuchungshaft. Der durch die Zigarettenproduktion entstandene Steuerschaden soll im Millionenbereich liegen.

Textgröße ändern:

Zollfahnder hoben die illegale Zigarettenfabrik am Freitag im Altmarkkreis Salzwedel aus. In der Halle selbst trafen die Einsatzkräfte beim Zugriff niemanden an. Rund 30 Millionen Zigaretten, mindestens 40 Tonnen Tabak sowie umfangreiche Produktions- und Verpackungsmaschinen beschlagnahmten die Beamten vor Ort.

Die Räumlichkeiten waren laut Zoll aufwändig ausgebaut, unter anderem mit Geräuschdämmung, abgeklebten Fenstern und Videoüberwachung. Mutmaßlich bis zu zwölf Arbeiter sollen dort über längere Zeit unter schlechten Bedingungen eingeschlossen gewesen sein. Die Beweissicherung und der Abtransport der Anlage dauerten am Wochenende an und wurden vom Technischen Hilfswerk unterstützt.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Prozess gegen "Letzte Verteidigungswelle" beginnt im März in Hamburg

Vor dem Oberlandesgericht Hamburg startet am 5. März der Prozess gegen acht mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer der rechtsextremen Zelle Letzte Verteidigungswelle. Das Gericht ließ die Anklage der Bundesanwaltschaft nach Angaben vom Montag unverändert zu. Demnach sollen die teils noch minderjährigen Verdächtigen Anschläge auf Geflüchtete und Linke geplant oder verübt haben.

Mecklenburg-Vorpommern: Polizei erwischt Einbrecher auf Rügen in Badewanne

In Hagen bei Sassnitz auf der Ostseeinsel Rügen ist ein Einbrecher in der Badewanne erwischt worden. Die Beamten wurden am Sonntagabend zu einem Einfamilienhaus gerufen, weil sich darin unbefugt ein Mensch aufhalten sollte, wie die Polizei Mecklenburg-Vorpommerns am Montag in Neubrandenburg mitteilte. Bei ihrem Eintreffen sahen sie den 25-Jährigen vom Hof aus in der Badewanne sitzen.

Millionendiebstahl bei Geldtransportfirma: Fast vier Jahre Haft in Stuttgart

Wegen eines Millionendiebstahls bei einer Geldtransportfirma ist ein 32-jähriger Mann vom Landgericht Stuttgart zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Zudem wurde die Einziehung der erbeuteten Summe in Höhe von 1,25 Millionen Euro angeordnet, wie das Gericht am Montag mitteilte. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Nach tödlichem Angriff auf Zugbegleiter: Bahn lädt zu Sicherheitsgipfel ein

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz hat die Bahn zu einem Sicherheitsgipfel eingeladen. Das Treffen findet am Freitag in Berlin statt, wie am Montag bekannt wurde. Teilnehmen wird auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), wie ein Ministeriumssprecher bestätigte. Vertreten sein wird einem Sprecher zufolge auch das Bundesinnenministerium.

Textgröße ändern: