Deutsche Tageszeitung - Tödlicher Messerangriff in Neumünster: Sieben Jahre Haft für 39-Jährigen

Tödlicher Messerangriff in Neumünster: Sieben Jahre Haft für 39-Jährigen


Tödlicher Messerangriff in Neumünster: Sieben Jahre Haft für 39-Jährigen
Tödlicher Messerangriff in Neumünster: Sieben Jahre Haft für 39-Jährigen / Foto: © AFP/Archiv

Nach einem tödlichen Messerangriff im schleswig-holsteinischen Neumünster ist ein 39-Jähriger zu sieben Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt worden. Das Landgericht Kiel sah es nach Angaben einer Sprecherin vom Mittwoch als erwiesen an, dass er im Mai vergangenen Jahres einen 34-jährigen nach einer Auseinandersetzung im Treppenhaus vor seiner Wohnung mit mehreren Messerstichen tödlich verletzt hatte. Laut Anklageschrift hatte der Getötete den Beschuldigten zuvor aufgesucht und dessen Wohnungstür eingetreten.

Textgröße ändern:

Demnach drohte der später Getöteten in der Wohnung des Angeklagten auch mit einem kleinen Beil. Er verließ die Räume jedoch wieder, als ein Nachbar des Beschuldigten einschritt und ankündigte, die Polizei zu rufen. Laut Anklage folgte der 39-Jährige seinem Kontrahenten daraufhin und stach mit den Worten "Ich habe noch ein Geschenk für Dich" auf ihn ein. Das Opfer verblutete demnach noch am Tatort in dem Treppenhaus.

Medienberichten zufolge sollen sich der Angeklagte und das Opfer seit vielen Jahren gekannt haben und miteinander befreundet gewesen sein. Grund für die Konfrontation waren demnach womöglich Geldschulden. Nach Angaben des Landgerichts entsprach das Urteil vom Dienstag weitgehend der Forderung der Staatsanwaltschaft, die auf sieben Jahre und drei Monate Haft wegen Totschlags plädiert hatte. Die Verteidigung forderte einen Freispruch.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Ein Toter nach Auseinandersetzung in Flüchtlingsunterkunft in Hessen

Bei einer Auseinandersetzung in einer Flüchtlingsunterkunft in Hessen ist ein Mann tödlich verletzt worden. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen, wie die Polizei in Eschwege und die Staatsanwaltschaft Kassel am Mittwoch mitteilten. Demnach waren am Dienstagabend zwei Männer in der Gemeinschaftsküche der Unterkunft in Hessisch Lichtenau in Streit geraten.

Kind von umstürzendem Tor erschlagen: Erste Erkenntnisse zu Unfall in Erlangen

Vier Tage nach dem tödlichen Unfall eines siebenjährigen Jungen auf einem Sportplatz im bayerischen Erlangen hat die Polizei erste Erkenntnisse. Wie sie am Dienstag mitteilte, wurden für das Fußballspiel der F-Jugend am Samstag mehrere mobile Tore aufgestellt, die zuvor flach auf dem Spielfeld lagen.

Urteil wegen Beleidigung nach Zeigen polizeifeindlicher Zahlen rechtskräftig

Im Fall einer Beleidigung mit einer Abwandlung des "ACAB"-Schriftzugs gegen Polizisten in Bayern hat das Bayerische Oberste Landesgericht die Verurteilung bestätigt. Die Revision des Angeklagten wurde als unbegründet verworfen, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Das Urteil ist damit rechtskräftig. (Az.: 206 StRR 295/25)

Suizidhilfe für psychisch Kranken: Arzt in Essen erneut wegen Totschlags verurteilt

Ein Arzt aus Nordrhein-Westfalen ist bereits zum zweiten Mal verurteilt worden, weil er einem psychisch kranken Patienten beim Suizid half. Das Landgericht Essen verhängte eine Haftstrafe von vier Jahren und vier Monaten wegen Totschlags gegen den Neurologen und Psychiater, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag mitteilte. Schon 2024 war er in einem anderen Fall verurteilt worden.

Textgröße ändern: