Deutsche Tageszeitung - Weiße "diskriminiert"? US-Regierung will Harvard zur Herausgabe von Zulassungsdokumenten zwingen

Weiße "diskriminiert"? US-Regierung will Harvard zur Herausgabe von Zulassungsdokumenten zwingen


Weiße "diskriminiert"? US-Regierung will Harvard zur Herausgabe von Zulassungsdokumenten zwingen
Weiße "diskriminiert"? US-Regierung will Harvard zur Herausgabe von Zulassungsdokumenten zwingen / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Die US-Regierung hat die Elite-Universität Harvard verklagt, um sie zur Herausgabe von Dokumenten zur Zulassung von Studierenden zu zwingen. Justizministerin Pam Bondi erklärte am Freitag, die Regierung wolle damit feststellen, ob Harvard bestimmte Gruppen "in seinem Zulassungsverfahren weiterhin diskriminiert".

Textgröße ändern:

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hält Weiße und insbesondere weiße Männer für die eigentlichen Opfer von Diskriminierung und hat Gleichstellungs- und Inklusionsprogrammen (DEI) deshalb den Kampf angesagt. So behauptete Trump etwa im Januar in einem Interview mit der "New York Times", dass Weiße durch Vorgaben aus der Zeit der Bürgerrechtsbewegung "sehr schlecht behandelt" würden.

Hintergrund der Klage gegen Harvard ist eine Grundsatzentscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA vom Juni 2023. Der Supreme Court hatte es Harvard und anderen Universitäten untersagt, das Konzept der "Rasse" bei der Zulassung von Studentinnen und Studenten zu berücksichtigen. Die Hochschule hatte unterrepräsentierte Gruppen wie Schwarze in der Vergangenheit bei der Immatrikulation gefördert.

Trump geht seit seinem erneuten Amtsantritt vor gut einem Jahr in aller Härte gegen Harvard und andere Hochschulen vor, die er für Vertreter einer linksgerichteten Politik hält. Er hatte versucht, der Universität Bundesmittel in Höhe von 2,6 Milliarden Dollar zu streichen und die Aufnahme internationaler Studenten zu verhindern. Beide Vorstöße wurden von Gerichten vorerst weitgehend gestoppt.

Zuletzt rief er Harvard zu Schadenersatz in Höhe von einer Milliarde Dollar auf, weil jüdische Studenten während pro-palästinensischer Proteste auf dem Campus angeblich nicht ausreichend geschützt gewesen seien.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Babymilch-Skandal: Pariser Staatsanwaltschaft leitet fünf Ermittlungsverfahren ein

Nach Rückrufen von Babymilch hat die Pariser Staatsanwaltschaft fünf Ermittlungsverfahren eingeleitet. Wie die Pariser Staatsanwältin Laure Beccuau am Freitag mitteilte, geht es in den Verfahren um mutmaßlich verunreinigte Produkte der Hersteller Nestlé, Lactalis, Danone, Babybio und La Marque en moins.

Mit Messer bewaffneter Mann in Paris von Polizei erschossen

In Paris ist ein mit einem Messer bewaffneter Mann von der Polizei erschossen worden. Der Mann hatte am Freitag am Arc de Triomphe Polizeibeamte bedroht, die an einer Zeremonie zum Entzünden der ewigen Flamme am Grabmal des unbekannten Soldaten teilnahmen, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Polizeikreisen erfuhr. Das Denkmal unter dem Triumphbogen erinnert an die im Ersten Weltkrieg gefallenen französischen Soldaten. Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft (Pnat) nahm Ermittlungen in dem Fall auf.

Mit Messer bewaffneter Mann in Paris von Polizei angeschossen

In Paris ist ein mit einem Messer bewaffneter Mann von der Polizei angeschossen worden. Der Mann hatte am Freitag am Arc de Triomphe Polizeibeamte bedroht, die an einer Zeremonie zum Entzünden der ewigen Flamme am Grabmal des unbekannten Soldaten teilnahmen, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Polizeikreisen erfuhr. Das Denkmal unter dem Triumphbogen erinnert an die im Ersten Weltkrieg gefallenen französischen Soldaten.

Louvre unter Druck: Massiver Ticketbetrug und neuer Wasserschaden

Die Pechsträhne für das Pariser Louvre-Museum reißt nicht ab: Nach einem spektakulären Juwelendiebstahl, Streiks und dem Verdacht auf massiven Ticketbetrug ist das berühmte Museum erneut Opfer eines Wasserschadens geworden. In einem Ausstellungssaal in der Nähe der Mona Lisa wurde ein Deckengemälde aus dem 19. Jahrhundert beschädigt, wie der Louvre am Freitag mitteilte. Grund dafür sei eine kaputte Heizungsleitung. Das Werk von Charles Meynier mit dem Titel "Der Triumph der französischen Malerei" weise zwei Risse auf und habe sich stellenweise vom Untergrund gelöst.

Textgröße ändern: