Deutsche Tageszeitung - Urteil gegen Südkoreas Ex-Präsidenten Yoon wegen Ausrufung des Kriegsrechts erwartet

Urteil gegen Südkoreas Ex-Präsidenten Yoon wegen Ausrufung des Kriegsrechts erwartet


Urteil gegen Südkoreas Ex-Präsidenten Yoon wegen Ausrufung des Kriegsrechts erwartet
Urteil gegen Südkoreas Ex-Präsidenten Yoon wegen Ausrufung des Kriegsrechts erwartet / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Gut ein Jahr nach der kurzzeitigen Ausrufung des Kriegsrechts in Südkorea durch den damaligen Präsidenten Yoon Suk Yeol soll am Donnerstag das Urteil gegen den Ex-Staatschef verkündet werden. Dem 65-Jährigen werden Aufstand und Machtmissbrauch vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft hat die Todesstrafe gefordert, die Verteidigung pochte im Prozess auf die Unschuld des Angeklagten.

Textgröße ändern:

Yoon hatte am 3. Dezember 2024 vor dem Hintergrund eines Haushaltsstreits zeitweise das Kriegsrechts ausgerufen und Südkorea damit in eine tiefe politische Krise gestürzt. Der damalige Präsident sei von "Machtgier mit dem Ziel einer Diktatur und langfristigen Herrschaft" angetrieben gewesen, erklärte die Staatsanwaltschaft in ihrem Schlussplädoyer. Sollte das Gericht ihrem Antrag auf Todesstrafe folgen, wäre eine Hinrichtung trotzdem unwahrscheinlich: Südkorea hat die Vollstreckung der Todesstrafe faktisch seit 1997 ausgesetzt.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Streit um Erbe von Dolly Parton zwischen Manager und Neffen entbrannt

Nur wenige Wochen nach dem Tod der Country-Musik-Legende Dolly Parton ist zwischen ihrem ehemaligen Manager und ihrem Neffen ein Streit um das millionenschwere Erbe ausgebrochen. Wie am Mittwoch bekannt wurde, beantragte Partons langjähriger Manager Danny Nozell eine einstweilige Verfügung gegen ihren Neffen Bryan Seaver, dem er eine "eskalierende Drohkampagne" vorwarf, um Geld aus den Unternehmen der verstorbenen Sängerin zu erpressen.

Anwältin: In Russland inhaftierte Regisseurin Berkowitsch auf 42 Kilo abgemagert

Die in Russland inhaftierte Theaterregisseurin und Kriegsgegnerin Jewgenija Berkowitsch ist nach Angaben ihrer Anwältin im Gefängnis auf 42 Kilogramm abgemagert. "Sie ist wieder in eine Strafzelle gesteckt worden", sagte Ksenia Karpinskaja der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Ihren Angaben zufolge ist es das dritte Mal, dass die 41-Jährige in Isolationshaft musste.

Linke in der Defensive: Massive Kritik im Bundestag wegen Antisemitismus-Verdacht

Wenige Tage nach ihrem Wahlsieg in Berlin ist die Linkspartei wegen Clan-Kontakten und Antisemitismus-Vorwürfen in die Defensive geraten. In einer Aktuellen Stunde im Bundestag erhoben am Mittwoch Abgeordnete aller anderen Fraktionen schwere Vorwürfe. Union, SPD, Grüne und AfD warfen der Linken eine mangelnde Abgrenzung zu Antisemiten vor und warnten vor einer Unterwanderung durch die Organisierte Kriminalität. Die Linke wertete die Kritik als Manöver, sie nach dem Wahlsieg von der Übernahme der Landesregierung in Berlin abzuhalten.

Sexueller Missbrauch: Ex-Hollywood-Produzent Weinstein zu 15 Jahren Haft verurteilt

Der frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein ist wegen sexueller Übergriffe auf eine Produktionsassistentin zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Das New Yorker Gericht bliebt damit am Mittwoch hinter der Forderung der Staatsanwaltschaft von 20 Jahren Haft zurück. Geschworene hatten den heute 74-jährigen Weinstein vor gut einem Jahr schuldig gesprochen, seine Assistentin Miriam Haley im Jahr 2006 missbraucht zu haben. Nun wurde das Strafmaß verkündet.

Textgröße ändern: