Deutsche Tageszeitung - Tod eines Ultrarechten: Macron kritisiert Einmischung Melonis

Tod eines Ultrarechten: Macron kritisiert Einmischung Melonis


Tod eines Ultrarechten: Macron kritisiert Einmischung Melonis
Tod eines Ultrarechten: Macron kritisiert Einmischung Melonis / Foto: © AFP/Archiv

Der gewaltsame Tod eines jungen Rechtsradikalen in Frankreich hat zu einem ungewöhnlichen französisch-italienischen Schlagabtausch geführt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warf der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni indirekt eine unerwünschte Einmischung vor: "Ich bin immer wieder erstaunt zu sehen, dass Leute, die nationalistisch sind und nicht wollen, dass man ihnen reinredet, immer die Ersten sind, die kommentieren, was bei den anderen passiert", sagte Macron am Donnerstag am Rande seiner Indien-Reise. Es wäre besser, jeder würde sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern, fügte er hinzu.

Textgröße ändern:

Meloni hatte nach dem Tod des 23-jährigen Quentin Deranque bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung von rechts- und linksextremen Aktivisten in Lyon von einem "Klima des ideologischen Hasses" gesprochen, das sich ihrer Ansicht nach in mehreren Nationen ausbreite. Der Fall sei "eine Wunde für Europa", schrieb sie im Onlinedienst X.

Der italienische Außenminister Antonio Tajani bemühte sich später um versöhnliche Töne. Der Tod des jungen Mannes sei ein Ereignis, "das alle angeht", bemerkte er im Onlinedienst X. "In Italien hat es auch viele Quentins gegeben", schrieb Tajani. Die Verurteilung solcher Taten solle auch "verhindern, dass wir in Italien in eine schlimme Vergangenheit zurückfallen", schrieb er.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Frau am Großglockner erfroren: Fünf Monate auf Bewährung für Begleiter

Weil er seine Freundin vor rund einem Jahr bei einer Bergtour am Großglockner zurückließ und sie dort erfror, ist ein 37-jähriger Österreicher wegen grob fahrlässiger Tötung zu einer fünfmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Innsbrucker Landesgericht verhängte zudem am Donnerstag eine Geldstrafe in Höhe von 9400 Euro gegen den Mann aus Salzburg, wie die Nachrichtenagentur APA berichtete. Das Urteil wurde nach 13 Stunden Verhandlung gefällt.

Mutmaßlicher Doppelmord an Ehepaar in Bayern - Tatverdächtiger festgenommen

Ein Ehepaar ist im bayerischen Memmingen mutmaßlich ermordet worden. Wie die Polizei in Kempten am Donnerstag mitteilte, wurde das Paar im Alter von 62 und 68 Jahren am Mittwoch tot in einem Einfamilienhaus im Ortsteil Steinheim entdeckt. Erste Ermittlungen erhärteten demnach den Verdacht eines Tötungsdelikts.

Tödlicher Messerangriff in Hamburg - Opfer bricht nach Flucht aus Fenster zusammen

In Hamburg ist ein 35-Jähriger bei einem Streit von einer Frau mit einem Messer tödlich verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich die Tat am Donnerstagvormittag in der Wohnung der 41-jährigen Verdächtigen im Stadtteil Neuallermöhe. Der Mann flüchtete demnach noch schwerstverletzt über ein Fenster aus dem ersten Stock, bevor er vor dem Haus zusammenbrach.

Bau von Bombe für Anschlag vorbereitet: Hafturteil in München

Er soll sich eine Anleitung zum Bau einer Bombe heruntergeladen haben: Ein 28-Jähriger ist in München zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der syrischstämmige Angeklagte plante dem Urteil vom Donnerstag zufolge, in Deutschland einen Anschlag zu begehen. Das Landgericht München I sprach ihn unter anderem wegen Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat schuldig.

Textgröße ändern: