Deutsche Tageszeitung - Hildesheimer Bischof Wilmer ist neuer Chef von katholischer Bischofskonferenz

Hildesheimer Bischof Wilmer ist neuer Chef von katholischer Bischofskonferenz


Hildesheimer Bischof Wilmer ist neuer Chef von katholischer Bischofskonferenz
Hildesheimer Bischof Wilmer ist neuer Chef von katholischer Bischofskonferenz / Foto: © AFP/Archiv

Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer ist zum neuen Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz gewählt worden. Das gab deren bisheriger Vorsitzender, der Limburger Bischofs Georg Bätzing, nach der Abstimmung bei der Frühjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz am Dienstag im bayerischen Würzburg bekannt. Bätzing war nicht erneut angetreten, im Rennen um seine Nachfolge waren mehrere Kandidaten.

Textgröße ändern:

Der 64 Jahre alte Wilmer ist seit 2018 Bischof im niedersächsischen Hildesheim. Wilmer stammt aus dem Emsland und ging als junger Mann nach dem Abitur ins Kloster, er trat in das Herz-Jesu-Kloster in Freiburg ein. Seine Studien führten den promovierten Theologen auch für mehrere Jahre nach Rom.

Später arbeitete Wilmer als Schulleiter eines katholischen Gymnasiums im Emsland und wurde als Provinzial Chef der Herz-Jesu-Priester in Deutschland, bevor Papst Franziskus den Ordensmann zum Bischof ernannte. Wilmer zählt zu den Unterstützern des innerkirchlichen Reformprozesses synodaler Weg.

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz gilt als Gesicht der katholischen Kirche in Deutschland. Er vertritt die Kirche nach außen, ist Ansprechpartner für die Politik und auch erster Ansprechpartner für den Papst. Allerdings muss sich jeder Vorsitzende an die Beschlüsse der Gremien der Bischofskonferenz halten – inhaltliche Alleingänge bei strittigen Themen sind nicht möglich.

In den vergangenen sechs Jahren gab es in der Amtszeit Bätzings wiederholte Kontroversen mit dem Vatikan über den sogenannten synodalen Weg, den Reformprozess der deutschen Kirche. Rom warf unter dem verstorbenen Papst Franziskus der deutschen Kirche zwischenzeitlich Spaltungstendenzen vor. Als eine wichtige Aufgabe des neuen Vorsitzenden gilt, das seit der Wahl von Papst Leo XIV. im vergangenen Jahr bereits entspanntere Verhältnis zum Vatikan weiter zu normalisieren.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Reiche: Bei längerem Iran-Krieg könnte Treibstoff knapp werden

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat im Fall eines längeren Iran-Kriegs vor möglicher Treibstoffknappheit gewarnt. Reiche sagte am Dienstag bei der Energiekonferenz Ceraweek in Houston im US-Bundesstaat Texas, die Preise für Benzin, Diesel und Kerosin seien durch den Krieg in die Höhe geschnellt. "Noch sehen wir keine Knappheiten beim Volumen, aber wenn der Konflikt nicht endet, rechnen wir damit vermutlich Ende April oder im Mai."

"Terror"-Ermittlungen nach Autobrand in jüdischem Viertel von Antwerpen

Im Zusammenhang mit dem Brand eines Autos im jüdischen Viertel von Antwerpen sind am Montagabend zwei Jugendliche wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer "terroristischen" Vereinigung festgenommen worden. Nach ersten Erkenntnissen werde gegen die Verdächtigen wegen Brandstiftung und "Beteiligung an Aktivitäten einer terroristischen Vereinigung" ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft der belgischen Stadt am Dienstag mit. Dabei gehe es um ein im Internet kursierendes Bekennervideo, hieß es.

Niedersachsen: 13-Jährige nach Angriff durch Vater weiterhin in Lebensgefahr

Nach der Bluttat eines Familienvaters in einem Haus im niedersächsischen Barsinghausen bei Hannover schwebt die 13-jährige Tochter des Manns weiterhin in Lebensgefahr. Ihr Gesundheitszustand sei unverändert, teilte die Polizei am Dienstag in Hannover mit. Der 49-jährige Mann hatte in der Nacht zum Montag seine 38 Jahre alte Frau getötet und seine Tochter lebensgefährlich verletzt.

Zwei mutmaßliche Russland-Spione in Deutschland und Spanien festgenommen

Die Bundesanwaltschaft hat in Nordrhein-Westfalen und in Spanien zwei mutmaßliche Russland-Spione festnehmen lassen. Sie sollen in Deutschland jemanden ausgespäht haben, der Drohnen und dazugehörige Bauteile in die Ukraine liefert, wie die Karlsruher Behörde am Dienstag mitteilte. Es geht um eine Rumänin und einen Ukrainer.

Textgröße ändern: