Deutsche Tageszeitung - Medien: US-Regierung soll Epstein-Akten mit Vorwürfen gegen Trump zurückhalten

Medien: US-Regierung soll Epstein-Akten mit Vorwürfen gegen Trump zurückhalten


Medien: US-Regierung soll Epstein-Akten mit Vorwürfen gegen Trump zurückhalten
Medien: US-Regierung soll Epstein-Akten mit Vorwürfen gegen Trump zurückhalten / Foto: © US Department of Justice/AFP

Die US-Regierung soll laut Medienberichten Teile der Epstein-Akten zurückhalten, in denen eine Frau Missbrauchsvorwürfe gegen Präsident Donald Trump erhebt. Der führende Abgeordnete der Demokraten im Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses, Robert Garcia, warf der Regierung am Mittwoch im Onlinedienst X den "größten Vertuschungsskandal einer Regierung in der jüngeren Geschichte" vor. Das Justizministerium bestritt dagegen auf Anfrage, Akten gezielt zu verbergen.

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Nach Angaben des Rundfunksenders NPR und der "New York Times" gibt es Hinweise, dass sich in den bisher nicht veröffentlichten Dokumenten zu dem Fall Memos der Bundespolizei FBI befinden. Darin sollen Befragungen einer Frau zusammengefasst sein, die 2019 nach der Verhaftung des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein angegeben habe, als Minderjährige sowohl von Epstein als auch von Trump sexuell missbraucht worden zu sein.

Die Existenz der Memos wurde bekannt, weil das Justizministerium einen Index veröffentlichte, in dem die Unterlagen aufgelistet sind. Das Ministerium hatte Ende Januar auf Druck des Kongresses mehr als drei Millionen Dokumentenseiten zum Epstein-Skandal veröffentlicht. Weitere drei Millionen Seiten wurden jedoch als unwichtig für den Fall eingestuft und sind daher nicht zugänglich.

Epstein stand unter Verdacht, mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen sexuell missbraucht und teils an Prominente vermittelt zu haben. Er wurde 2008 erstmals verurteilt, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Wegen eines umstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft erhielt er damals aber nur eine 18-monatige Haftstrafe.

Einen Monat, nachdem Epstein 2019 unter anderem wegen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen worden war, wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden. Nach offiziellen Angaben beging er Suizid.

Trump, ein früherer Nachbar Epsteins, wehrte sich im vergangenen Jahr monatelang gegen die Freigabe der Akten, bis der Kongress die Freigabe im Herbst erzwang. Ein Fehlverhalten konnte dem Präsidenten bisher nicht nachgewiesen werden.

Trump veranlasste in dem Fall unter anderem Ermittlungen gegen den früheren Präsidenten Bill Clinton von der Demokratischen Partei. Clinton soll am Freitag von Kongressabgeordneten angehört werden. Seine Frau, die frühere Außenministerin Hillary Clinton, ist am Donnerstag per Videoschalte vorgeladen.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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