Deutsche Tageszeitung - Brand an Synagoge in Rotterdam: Vier Verdächtige festgenommen

Brand an Synagoge in Rotterdam: Vier Verdächtige festgenommen


Brand an Synagoge in Rotterdam: Vier Verdächtige festgenommen
Brand an Synagoge in Rotterdam: Vier Verdächtige festgenommen / Foto: © Media TV via ANP/AFP

Die Polizei in Rotterdam hat vier junge Männer festgenommen, die mutmaßlich einen Sprengstoffanschlag auf eine Synagoge verüben wollten. Wie die Polizei der niederländischen Hafenstadt am Freitag mitteilte, explodierte in der Nacht vor dem jüdischen Gotteshaus ein Sprengsatz. Ein Feuer brach aus, das Gebäude wurde beschädigt. Über das mutmaßliche Motiv machte die Polizei keine Angaben, Bürgermeisterin Carola Schouten wandte sich gegen jede Form von Antisemitismus.

Textgröße ändern:

Bei dem nur kurz brennenden Feuer sei niemand verletzt worden, teilte die Polizei mit. Bei den Festgenommenen handele es sich um vier junge Männer im Alter von 17 bis 19 Jahren. Sie hätten womöglich auch eine weitere Synagoge in Brand setzen wollen.

Der Brand brach den Angaben zufolge um 3.40 Uhr aus. Die Polizei stützt sich bei ihren Ermittlungen eigenen Angaben zufolge auch auf ein in den Onlinemedien zirkulierendes Video, das offenbar eine Explosion in der Nähe der Synagoge zeigt.

Bürgermeisterin Schouten sagte der niederländischen Nachrichtenagentur ANP, in Rotterdam gebe es "keinen Platz (...) für Antisemitismus, Einschüchterung, Gewalt oder Hass gegen religiöse Gemeinschaften". Der Anschlag mache Jüdinnen und Juden in der Stadt "viel Angst".

Erst am Montag hatte es eine Explosion vor einer Synagoge im belgischen Lüttich gegeben. Am Donnerstag lieferte sich ein bewaffneter Angreifer auf dem Gelände einer Synagoge in Detroit in den USA einen Schusswechsel mit Sicherheitskräften.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Kubanischer Dissident Otero Alcántara nach fünfjähriger Haft in die USA ausgereist

Der regierungskritische kubanische Künstler Luis Manuel Otero Alcántara ist nach Angaben einer Freundin in die Vereinigten Staaten ausgereist. Er traf am Samstag in Miami im US-Bundesstaat Florida ein, wie ein am Flughafen aufgenommenes Video zeigt, das die Aktivistin Anamely Ramos der Nachrichtenagentur AFP übermittelte.

Fußgänger bei Zusammenstoß mit Streifenwagen in Hanau ums Leben gekommen

Beim Zusammenstoß mit einem Streifenwagen ist am frühen Samstagmorgen im hessischen Hanau ein Fußgänger ums Leben gekommen. Wie die Staatsanwaltschaft Hanau und das Hessische Landeskriminalamt mitteilten, kam es aus bisher ungeklärten Gründen auf einer Fahrbahn zu dem Zusammenstoß. Die Polizisten in dem Streifenwagen sowie alarmierte Rettungskräfte leisteten vor Ort erste Hilfe - dennoch verstarb der Mann noch an der Unfallstelle.

Waldbrand in Müritz-Nationalpark breitet sich weiter aus - Keine Entwarnung

Der Waldbrand im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern breitet sich nach Behördenangaben immer noch aus und wird weiter aktiv bekämpft. Die Ausdehnung des Brands erstrecke sich mittlerweile auf rund 388 Hektar, teilte der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte am Samstag in Neubrandenburg mit. Rund 360 Einsatzkräfte bekämpften den Brand.

Bahn-Mitarbeiter stürzt bei Auseinandersetzung mit Fahrgast aus fahrendem Zug

Ein Bahn-Mitarbeiter ist bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit einem Fahrgast aus dem fahrenden Zug gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden. Der Vorfall habe sich auf der Bahnstrecke von Offenburg nach Karlsruhe ereignet, teilten in der Nacht zum Samstag Staatsanwaltschaft und Polizei in Karlsruhe mit. Der 26-jährige Mitarbeiter von DB Sicherheit sei in einer umfangreichen Suchaktion im Bereich der Gleise entdeckt und ins Krankenhaus gebracht worden.

Textgröße ändern: