Deutsche Tageszeitung - Berufungsprozess gegen Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy beginnt

Berufungsprozess gegen Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy beginnt


Berufungsprozess gegen Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy beginnt
Berufungsprozess gegen Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy beginnt / Foto: © AFP/Archiv

Der in zahlreiche Justizaffären verwickelte französische Ex-Präsident Nicolas Sarkozy steht von Montag an erneut vor Gericht. Dabei geht es in einem Berufungsverfahren um Wahlkampfgelder aus Libyen. In erster Instanz war Sarkozy wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.

Textgröße ändern:

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass Sarkozys Mitarbeiter in seinem Auftrag mit der libyschen Staatsführung verhandelten, um Geld für seinen Präsidentschaftswahlkampf 2007 zu erhalten. Den Vorwurf der Korruption ließen sie fallen. Der konservative Ex-Präsident war anschließend inhaftiert worden, konnte das Gefängnis aber nach drei Wochen unter Auflagen verlassen. Sarkozy beteuert weiter seine Unschuld.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Umgang mit Migranten: Frankreich ermittelt gegen Ex-Frontex-Chef

Vier Jahre nach Berichten über illegales Zurückdrängen von Migranten im Mittelmeer hat die französische Justiz Ermittlungen wegen Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen Ex-Frontex-Chef Fabrice Leggeri eingeleitet. Nach einer Klage der Menschenrechtsliga von 2024 solle nun ein Untersuchungsrichter eingesetzt werden, hieß es am Dienstag aus Justizkreisen. Leggeri war 2022 zurückgetreten, nachdem Hilfsorganisationen ihm illegale Praktiken vorgeworfen hatten - etwa das Vertuschen des Vorgehens der griechischen und libyschen Küstenwache gegen Migranten sowie illegale und teils gewaltsame Abschiebungen in Drittländer.

15-jähriger Autofahrer hängt Polizei bei Verfolgungsjagd in Oldenburg ab

Ein 15-jähriger Autofahrer hat sich im niedersächsischen Oldenburg eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert und die Beamten zunächst abgehängt. Der Jugendliche war in der Nacht zum Sonntag mit zwei gleichaltrigen Insassen mit dem Auto im Oldenburger Stadtgebiet unterwegs, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Als Beamte den Wagen kontrollieren wollten, gab er Gas und floh.

Marihuana in Bürostühlen geschmuggelt: Schlag gegen Drogenbande in Nordrhein-Westfalen

Ermittlern in Nordrhein-Westfalen ist ein Schlag gegen eine mutmaßliche Drogenbande gelungen, die an dem Schmuggel von in Bürostühlen verstecktem Marihuana beteiligt gewesen sein soll. Wie das Zollfahndungsamt Essen am Dienstag mitteilte, wurden bei mehreren Einsätzen insgesamt mehr als eineinhalb Tonnen Marihuana beschlagnahmt. Gegen einen 38-jährigen Hauptverdächtigen wurde Haftbefehl erlassen. Der Straßenverkaufswert der beschlagnahmten Drogen belaufe sich auf mehr als 15 Millionen Euro, hieß es.

Durchsuchungen nach Stromnetz-Anschlag in Berlin

Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf Hochspannungsmasten in Berlin im September sind Ermittler am Dienstagmorgen zu einer Razzia ausgerückt. Die Ermittlungen richten sich gegen "namentlich bekannte Beschuldigte", wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Berlin der Nachrichtenagentur AFP sagte. Insgesamt finden bundesweit 18 Durchsuchungen statt. Weitere Details nannte der Sprecher mit Verweis auf den laufenden Einsatz nicht.

Textgröße ändern: