Deutsche Tageszeitung - Fast drei Jahre Haft für früheren Bundestagsabgeordneten wegen Kindesmissbrauchs

Fast drei Jahre Haft für früheren Bundestagsabgeordneten wegen Kindesmissbrauchs


Fast drei Jahre Haft für früheren Bundestagsabgeordneten wegen Kindesmissbrauchs
Fast drei Jahre Haft für früheren Bundestagsabgeordneten wegen Kindesmissbrauchs / Foto: © AFP/Archiv

In einem Prozess um den sexuellen Missbrauch eines Kinds ist ein früherer Bundestagsabgeordneter in Niedersachsen zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. In die am Mittwoch verhängte Strafe floss nach Angaben einer Sprecherin des Landgerichts Braunschweig eine vorherige andere Verurteilung ein. Berichten zufolge handelt es sich bei dem Angeklagten um den ehemaligen FDP-Abgeordneten Hartmut Ebbing.

Textgröße ändern:

Die Tat ereignete sich laut Anklage im Herbst 2021, der Beschuldigte saß demnach zu diesem Zeitpunkt noch im Bundestag. Der mittlerweile 69-jährige Ebbing war gemeinsam mit einer Bekannten angeklagt. Die 51-Jährige soll eines ihrer Kinder missbraucht und in drei Fällen kinderpornografische Aufnahmen gemacht und an Ebbing geschickt haben.

Die Frau wurde dafür der Gerichtssprecherin zufolge am Mittwoch in dem Verfahren zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Die Strafe erging wegen Herstellens und sogenannten Drittbesitzverschaffens kinderpornografischer Inhalte in drei Fällen, in einem Fall davon in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen.

Die Urteile sind laut Sprecherin nicht rechtskräftig. Rechtsmittel sind möglich. Den Berichten zufolge soll ein zum Tatzeitpunkt siebenjähriger Sohn der Frau das Opfer des sexuellen Missbrauchs durch Ebbing gewesen sein.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Nach Polizeischüssen auf bewaffneten Mann in Dresden: Antrag auf Unterbringung

Nach Schüssen der Polizei auf einen bewaffneten Mann in Dresden hat die Staatsanwaltschaft die vorläufige Unterbringung des Manns in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt. Dem 41-Jährigen wird unter anderem versuchte gefährliche Körperverletzung und Bedrohung vorgeworfen, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. Demnach soll er am Sonntag versucht haben, einen 23-Jährigen mit einem Hammer zu schlagen.

Brückeneinsturz in Genua: Bis zu zwölf Jahre Haft für 32 der 57 Angeklagten

43 Menschen starben, als im Sommer 2018 in Genua die Morandi-Autobahnbrücke einstürzte. Acht Jahre später und nach einem kräftezehrenden vierjährigen Gerichtsverfahren sind am Donnerstag 32 der 57 Angeklagten schuldig gesprochen und zu Strafen von bis zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Zum Abschluss des Mammut-Prozesses in der norditalienischen Stadt waren zahlreiche Opfer-Angehörige gekommen.

Cyberangriff auf Tiefkühlunternehmen in Japan betrifft nun auch Eishersteller

In Japan wirkt sich der mutmaßliche Cyberangriff auf einen wichtigen Tiefkühlkostproduzenten nun auch auf einen großen Speiseeishersteller aus - ausgerechnet inmitten einer Hitzewelle. Das Unternehmen Ezaki Glico teilte am Donnerstag mit, dass ein Teil seiner Eissorten von Kühlhäusern des Unternehmens Nichirei abhängig sei. Dieses hatte am Mittwoch erklärt, "Ziel eines Cyberangriffs" geworden zu sein, was sich auch auf die Belieferung von Kunden auswirke.

Tod nach Streit mit Skatern in Nordrhein-Westfalen: Mutmaßlich Beteiligter stellt sich

Einen Tag nach dem gewaltsamen Tod eines 50-Jährigen in Nordrhein-Westfalen hat sich ein Mann der Polizei gestellt. Der 28-Jährige gab an, dass er an der Tat beteiligt war, wie die Polizei Münster am Donnerstag mitteilte. Wie genau er beteiligt gewesen sein könnte, werde derzeit ermittelt. Der Mann sei nicht vorläufig festgenommen worden.

Textgröße ändern: