Deutsche Tageszeitung - 21-Jährige in Sachsen getötet: Jugendlicher kommt in Psychiatrie

21-Jährige in Sachsen getötet: Jugendlicher kommt in Psychiatrie


21-Jährige in Sachsen getötet: Jugendlicher kommt in Psychiatrie
21-Jährige in Sachsen getötet: Jugendlicher kommt in Psychiatrie / Foto: © AFP/Archiv

Nach der Tötung einer 21-Jährigen in der Laußnitzer Heide nördlich von Dresden soll der jugendliche Täter dauerhaft in die Psychiatrie. Dies habe das Landgericht Dresden am Donnerstag angeordnet, teilte ein Gerichtssprecher in der sächsischen Landeshauptstadt mit. Der zur Tatzeit 16-Jährige habe im Zustand "absoluter Schuldunfähigkeit" gehandelt.

Textgröße ändern:

Die Tat hatte sich am 18. Mai 2025 in den frühen Morgenstunden ereignet. Der Angeklagte habe die 21-Jährige "mit einer Vielzahl von Messerstichen" getötet, hieß es vom Gericht. In der Nähe des Tatorts hatte in der Nacht eine illegale Technoparty stattgefunden, auf der zahlreiche Minderjährige feierten und eine Vielzahl von Drogen konsumiert wurden.

Die Leiche der 21-Jährigen wurde tags darauf von Polizisten gefunden. Der Angeklagte habe unter einer schweren psychischen Erkrankung gelitten und sei deswegen auch in Behandlung gewesen, befand das Gericht. Diese sowie der Konsum von Drogen hätten zu der Tat geführt. In rechtlicher Hinsicht handle es sich um Totschlag. Mordmerkmale seien nicht festgestellt worden.

Bei der Tat habe es sich nicht um einen sogenannten Femizid gehandelt, betonte die Kammer. Die Auswertung von Chatprotokollen und Bildmaterial sowie die Befragung von Zeugen habe keinerlei Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Tat im Kontext geschlechtsspezifischer Gewalt erfolgt sei. Stattdessen habe sie ihren Ursprung in der Erkrankung des Beschuldigten.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Würzburger Bischof Jung verurteilt Religionsmissbrauch für "Allmachtsfantasien"

Beim Deutschen Katholikentag hat der Würzburger Bischof Franz Jung einen Missbrauch von Religion durch Politiker verurteilt. Es brauche "Widerspruch gegen alle Machthaber dieser Welt, die sich in Allmachtsfantasien ergehen und diese auch noch religiös verbrämen", sagte Jung am Donnerstag im Festgottesdienst zu Christi Himmelfahrt auf dem Residenzplatz der bayerischen Stadt. "Überall da, wo Menschen für sich in Anspruch nahmen, in Gottes Namen zu herrschen, haben sie Blutbäder angerichtet."

Wellgistics Health treibt die digitale Expansion seines kürzlich angekündigten Pilotprojekts für RPM, RTM und CCM mit der geplanten Übernahme von WellCare Today und dessen firmeneigenem Samsung Galaxy Watch-Programm zur Gesundheitsüberwachung voran

Highlights:WellCare Today bringt eine etablierte RPM-, RTM- und CCM-Infrastruktur mit Integrationen in Wearable-Technologien und vernetzten Überwachungslösungen mitDurch die Kombination soll die kürzlich von Wellgistics Health angekündigte MSO-Initiative mit Kare Clinicals und dessen Netzwerk aus über 6.500 unabhängigen Apotheken integriert werdenDie geplante Plattform soll die Patientenbindung, die Therapietreue, die Fernüberwachung und die langfristige Pflegekoordination verbessernDas Transaktionsvolumen beläuft sich auf rund 15 Millionen $Die strategische Initiative zielt darauf ab, zusätzliche klinische Umsatzmöglichkeiten für teilnehmende Apotheken und Anbieter zu schaffen

Fußball-WM: Kalifornien prüft mögliche Verstöße beim Ticket-Verkauf

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat vom Weltfußballverband Fifa Klarstellungen wegen möglicher Verstöße im Zusammenhang mit dem Ticketverkauf für die Fußball-Weltmeisterschaft verlangt. Das teilte Generalstaatsanwalt Rob Bonta am Mittwoch mit. Einem Medienbericht zufolge sollen Fußballfans Tickets der teuersten Kategorie 1 gekauft haben, bevor sie dann Plätze erhielten, die zuvor in einer günstigeren Kategorie ausgewiesen worden waren.

"Unerschrockener Verkünder": Steinmeier verteidigt Papst gegen Trumps Kritik

Zum Auftakt des Deutschen Katholikentags hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Papst gegen Kritik von US-Präsident Donald Trump verteidigt. "Wenn Papst Leo in einer Zeit von Krisen und Kriegen öffentlich größere Anstrengung für den Frieden fordert, dann verdient ein solcher Aufruf Unterstützung, nicht Kritik - auch nicht die von den Mächtigsten der Welt", sagte Steinmeier am Mittwoch in seiner Eröffnungsansprache in Würzburg.

Textgröße ändern: