Deutsche Tageszeitung - 21-Jährige in Sachsen getötet: Jugendlicher kommt in Psychiatrie

21-Jährige in Sachsen getötet: Jugendlicher kommt in Psychiatrie


21-Jährige in Sachsen getötet: Jugendlicher kommt in Psychiatrie
21-Jährige in Sachsen getötet: Jugendlicher kommt in Psychiatrie / Foto: © AFP/Archiv

Nach der Tötung einer 21-Jährigen in der Laußnitzer Heide nördlich von Dresden soll der jugendliche Täter dauerhaft in die Psychiatrie. Dies habe das Landgericht Dresden am Donnerstag angeordnet, teilte ein Gerichtssprecher in der sächsischen Landeshauptstadt mit. Der zur Tatzeit 16-Jährige habe im Zustand "absoluter Schuldunfähigkeit" gehandelt.

Textgröße ändern:

Die Tat hatte sich am 18. Mai 2025 in den frühen Morgenstunden ereignet. Der Angeklagte habe die 21-Jährige "mit einer Vielzahl von Messerstichen" getötet, hieß es vom Gericht. In der Nähe des Tatorts hatte in der Nacht eine illegale Technoparty stattgefunden, auf der zahlreiche Minderjährige feierten und eine Vielzahl von Drogen konsumiert wurden.

Die Leiche der 21-Jährigen wurde tags darauf von Polizisten gefunden. Der Angeklagte habe unter einer schweren psychischen Erkrankung gelitten und sei deswegen auch in Behandlung gewesen, befand das Gericht. Diese sowie der Konsum von Drogen hätten zu der Tat geführt. In rechtlicher Hinsicht handle es sich um Totschlag. Mordmerkmale seien nicht festgestellt worden.

Bei der Tat habe es sich nicht um einen sogenannten Femizid gehandelt, betonte die Kammer. Die Auswertung von Chatprotokollen und Bildmaterial sowie die Befragung von Zeugen habe keinerlei Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Tat im Kontext geschlechtsspezifischer Gewalt erfolgt sei. Stattdessen habe sie ihren Ursprung in der Erkrankung des Beschuldigten.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Früherer FBI-Chef und Sonderermittler Robert Mueller im Alter von 81 Jahren gestorben

Der frühere Chef der US-Bundespolizei FBI, Robert Mueller, ist tot. Er starb im Alter von 81 Jahren, wie die "New York Times" am Samstag unter Berufung auf eine Erklärung seiner Familie berichtete. Mueller war nach seiner Zeit als FBI-Direktor als Sonderermittler mit den Untersuchungen zur Russland-Affäre um US-Präsident Donald Trump beauftragt worden.

Bewaffneter Überfall auf Supermarkt gescheitert

Zwei Täter haben am Freitagabend versucht, einen Supermarkt im hessischen Limburg zu überfallen. Wie die Polizei mitteilte, betraten die beiden Männer den Markt bewaffnet mit einer Pistole und einem Baseballschläger. Dort hätten sie laut "Überfall" gerufen und die Herausgabe von Bargeld verlangt.

14 Tote bei verheerendem Brand in Autoteilefabrik in Südkorea

Bei einem verheerenden Brand in einer Autoteilefabrik in Südkorea sind 14 Menschen ums Leben gekommen. 59 weitere Menschen wurden bei dem Feuer in der Fabrik in der Stadt Daejeon im Zentrum des Landes verletzt, 25 davon schwer, wie ein Behördenvertreter am Samstag der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Südkoreas Staatschef Lee Jae Myung forderte in Reaktion auf das Unglück Verbesserungen beim Arbeitsschutz.

US-Richter: Restriktionen des Pentagon gegenüber Medien teilweise verfassungswidrig

Vor dem Hintergrund des Iran-Krieges hat ein US-Bundesrichter die vom US-Verteidigungsministerium verhängten Restriktionen für die Medien für teilweise verfassungswidrig erklärt. Teile dieser Politik seien "unrechtmäßig", urteilte der Richter am Freitag zu einer von der "New York Times" eingereichten Klage. Angesichts des Iran-Kriegs sei es "wichtiger denn je", Informationen aus unterschiedlichen Perspektiven zu erhalten. Eine Journalistenvereinigung sprach von einem "großen" Tag für die Pressefreiheit.

Textgröße ändern: