Deutsche Tageszeitung - Mord an Frau auf Waldweg: Lebenslange Haft für 47-Jährigen in Stuttgart

Mord an Frau auf Waldweg: Lebenslange Haft für 47-Jährigen in Stuttgart


Mord an Frau auf Waldweg: Lebenslange Haft für 47-Jährigen in Stuttgart
Mord an Frau auf Waldweg: Lebenslange Haft für 47-Jährigen in Stuttgart / Foto: © AFP/Archiv

Wegen der Tötung einer Frau auf einem Waldweg in Baden-Württemberg ist ein 47-Jähriger vom Landgericht Stuttgart zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Angeklagte wurde am Freitag des Mordes schuldig gesprochen, wie das Gericht mitteilte. Laut den Feststellungen hatte er im Februar 2025 der ihm bekannten Frau in einem Gebüsch aufgelauert und sie attackiert, als sie mit ihrem E-Scooter vorbeifuhr.

Textgröße ändern:

Die Frau war demnach gerade auf dem Heimweg von ihrer nahen Arbeitsstelle in Sindelfingen. Sie wurde durch massive Gewalt gegen den Hals getötet. Ihr Leichnam wurde drei Monate später in einem Amphibiendurchlass gefunden. Das genaue Motiv der Tat konnte das Gericht nicht feststellen.

Das Urteil stützt sich den Angaben zufolge auf Indizien, darunter die Auswertung von Standortdaten des Handys des Angeklagten. Diese zeigten, dass er in den beiden Tagen vor der Tat jeweils rund drei Stunden an der Stelle auf die Frau gewartet hatte. Die Frau sei jedoch an diesen Tagen nicht an dieser Stelle vorbeigekommen.

Das Gericht ordnete an, dass der Angeklagte den Kindern der Getöteten ein Schmerzensgeld von 10.000 Euro zahlen soll. Auch soll er die Beerdigungs- und Überführungskosten in die Mongolei übernehmen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Angeklagte bleibt in Untersuchungshaft.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Urteil zu tödlichem Einsturz der Morandi-Brücke in Genua im Sommer 2018

Fast acht Jahre nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke im norditalienischen Genua wird am Donnerstag das Urteil in dem Mega-Prozess erwartet. Darin soll geklärt werden, ob die Betreiber der Morandi-Brücke das Unglück mit 43 Todesopfern hätten verhindern können. Die Staatsanwaltschaft hat für die 57 Angeklagten insgesamt 400 Jahre Gefängnis gefordert wegen fahrlässiger Tötung, Gefährdung der Verkehrssicherheit und Urkundenfälschung.

Schon mehr als 260 Hektar Land von Waldbrand im Müritz-Nationalpark betroffen

Von dem schweren Waldbrand im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern sind schon mehr als 260 Hektar Land betroffen. Dies teilte am Mittwochabend der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Neubrandenburg mit. Die betroffene Fläche habe sich auf 269 Hektar ausgeweitet.

Waldbrand in Müritz-Nationalpark wird immer größer - Explosionen von Altmunition

Der Waldbrand im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern hat sich auch am Mittwoch weiter stark ausgebreitet. Zuletzt waren rund 203 Hektar betroffen, wie der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Neubrandenburg mitteilte. Die Ortschaft Granzin mit ihren knapp 400 Einwohnern blieb vorerst evakuiert. Die Zahl der Einsatzkräfte vor Ort stieg von rund auf etwa 330. Im Brandgebiet explodierte zudem "beständig" alte Munition, die sich dort nach wie vor befindet.

Beziehung zu Schülerin: Stellvertretender Schulleiter aus Kiel kein Beamter mehr

Wegen einer intimen Beziehung zu einer minderjährigen Schülerin ist der stellvertretende Leiter eines Kieler Gymnasiums aus dem Beamtenverhältnis entfernt worden. Das entschied das schleswig-holsteinische Verwaltungsgericht in Schleswig laut Mitteilung vom Mittwoch. Damit gab das Gericht demnach einer Klage des Bildungsministeriums statt und verhängte die disziplinarrechtliche Höchstmaßnahme.

Textgröße ändern: