Deutsche Tageszeitung - Requiem für verstorbenen Altbischof Wanke in Erfurt

Requiem für verstorbenen Altbischof Wanke in Erfurt


Requiem für verstorbenen Altbischof Wanke in Erfurt
Requiem für verstorbenen Altbischof Wanke in Erfurt / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Mit einem Requiem ist des verstorbenen Erfurter Altbischofs Joachim Wanke gedacht worden. Zahlreiche Gläubige versammelten sich am Samstag im Dom der thüringischen Landeshauptstadt sowie in der benachbarten Severikirche, wo die katholische Totenmesse ebenfalls übertragen wurde. Wanke war am 12. März im Alter von 84 Jahren gestorben. Er war von 1994 bis 2012 Bischof des nach der Wiedervereinigung neugegründeten Bistums Erfurt.

Textgröße ändern:

Der Bischof von Magdeburg, Gerhard Feige, würdigte Wanke in seiner Predigt im Erfurter Dom als "eine der prägendsten Gestalten der katholischen Kirche in Ostdeutschland". Den Fall der Mauer 1989 und die daraus resultierende Freiheit habe er als ein großes Geschenk, aber auch als eine gewaltige Herausforderung empfunden, sich als katholische Minderheit in einer pluralistischen Gesellschaft neu zu orientieren.

Als Seelsorger und Bischof sei er "heimatverbunden und weltoffen, praxisorientiert und ausdrucksstark, zugewandt und liebenswürdig" gewesen, sagte Feige laut vorab verbreitetem Redetext. Er habe aber auch Humor besessen und "schelmisch sein und herzhaft lachen" können.

Nach dem Gottesdienst sollte der Sarg in einem Trauerzug aus dem Dom in den Kreuzgang gebracht und dort beigesetzt werden. Am Ende der Beisetzung sollte die Gloriosa läuten, die als größte frei schwingende mittelalterliche Glocke der Welt gilt.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Würzburger Bischof Jung verurteilt Religionsmissbrauch für "Allmachtsfantasien"

Beim Deutschen Katholikentag hat der Würzburger Bischof Franz Jung einen Missbrauch von Religion durch Politiker verurteilt. Es brauche "Widerspruch gegen alle Machthaber dieser Welt, die sich in Allmachtsfantasien ergehen und diese auch noch religiös verbrämen", sagte Jung am Donnerstag im Festgottesdienst zu Christi Himmelfahrt auf dem Residenzplatz der bayerischen Stadt. "Überall da, wo Menschen für sich in Anspruch nahmen, in Gottes Namen zu herrschen, haben sie Blutbäder angerichtet."

Fußball-WM: Kalifornien prüft mögliche Verstöße beim Ticket-Verkauf

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat vom Weltfußballverband Fifa Klarstellungen wegen möglicher Verstöße im Zusammenhang mit dem Ticketverkauf für die Fußball-Weltmeisterschaft verlangt. Das teilte Generalstaatsanwalt Rob Bonta am Mittwoch mit. Einem Medienbericht zufolge sollen Fußballfans Tickets der teuersten Kategorie 1 gekauft haben, bevor sie dann Plätze erhielten, die zuvor in einer günstigeren Kategorie ausgewiesen worden waren.

"Unerschrockener Verkünder": Steinmeier verteidigt Papst gegen Trumps Kritik

Zum Auftakt des Deutschen Katholikentags hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Papst gegen Kritik von US-Präsident Donald Trump verteidigt. "Wenn Papst Leo in einer Zeit von Krisen und Kriegen öffentlich größere Anstrengung für den Frieden fordert, dann verdient ein solcher Aufruf Unterstützung, nicht Kritik - auch nicht die von den Mächtigsten der Welt", sagte Steinmeier am Mittwoch in seiner Eröffnungsansprache in Würzburg.

Tötungsdelikt in Wassenberg: 37-Jähriger von maskiertem Unbekannten erschossen

Zwei Tage nach tödlichen Schüssen auf einen Mann im nordrhein-westfälischen Wassenberg haben die Ermittler weitere Einzelheiten bekannt gegeben. Bei dem Opfer handelt es sich um einen 37-Jährigen Mann, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Aachen am Mittwoch mitteilten. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein bislang unbekannter Maskierter am Montagabend mehrere Schüsse auf das Opfer abgegeben haben.

Textgröße ändern: