Deutsche Tageszeitung - Teils lange Haftstrafen nach tödlichem Balkonsturz bei Überfall in Hamburger Hochhaus

Teils lange Haftstrafen nach tödlichem Balkonsturz bei Überfall in Hamburger Hochhaus


Teils lange Haftstrafen nach tödlichem Balkonsturz bei Überfall in Hamburger Hochhaus
Teils lange Haftstrafen nach tödlichem Balkonsturz bei Überfall in Hamburger Hochhaus / Foto: © AFP/Archiv

Nach dem tödlichen Sturz eines 15-Jährigen von einem Balkon im achten Stock eines Hamburger Hochhauses sind sieben junge Männer zu teils langen Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Hamburg sprach sie am Montag des besonders schweren Raubes unter anderem in Tateinheit mit versuchter Körperverletzung mit Todesfolge schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Drei weitere Heranwachsende wurden wegen Beihilfe zu diesen Taten verurteilt.

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Laut Staatsanwaltschaft waren die zum Zeitpunkt der Anklage 18 bis 25 Jahre alten Männer an einem Überfall am 14. April 2025 beteiligt gewesen. Zuvor hatte es Streit zwischen einem der Angeklagten und einem Kontrahenten gegeben, weshalb die Gruppe nachts zu der Wohnung im Hamburger Stadtteil Wilstorf kam. Während drei von ihnen vor dem Haus blieben, drangen sieben in die Wohnung ein, in der sich auch der 15-Jährige befand. Laut Anklage waren sie unter anderem mit einem Baseballschläger und einem Messer bewaffnet.

Um sich vor den Angreifern zu retten, kletterte einer der ebenfalls Anwesenden auf den darunter liegenden Balkon. Der 15-Jährige wollte es ihm gleichtun, verlor jedoch den Halt und stürzte in die Tiefe. Er starb noch vor Ort.

Sechs der Hauptangeklagten wurden zu Jugendstrafen zwischen zwei und viereinhalb Jahren verurteilt. Der einzige Erwachsene soll für sechs Jahre in Haft. Die drei wegen Beihilfe Verurteilten bekamen die Weisung, ein Sozialtraining zu absolvieren. Bei einem von ihnen wurde die Entscheidung über die Verhängung einer Jugendstrafe für eine Dauer von eineinhalb Jahren zur Bewährung ausgesetzt.

(V.Sørensen--DTZ)

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