Deutsche Tageszeitung - Marihuana in Bürostühlen geschmuggelt: Schlag gegen Drogenbande in Nordrhein-Westfalen

Marihuana in Bürostühlen geschmuggelt: Schlag gegen Drogenbande in Nordrhein-Westfalen


Marihuana in Bürostühlen geschmuggelt: Schlag gegen Drogenbande in Nordrhein-Westfalen
Marihuana in Bürostühlen geschmuggelt: Schlag gegen Drogenbande in Nordrhein-Westfalen / Foto: © AFP/Archiv

Ermittlern in Nordrhein-Westfalen ist ein Schlag gegen eine mutmaßliche Drogenbande gelungen, die an dem Schmuggel von in Bürostühlen verstecktem Marihuana beteiligt gewesen sein soll. Wie das Zollfahndungsamt Essen am Dienstag mitteilte, wurden bei mehreren Einsätzen insgesamt mehr als eineinhalb Tonnen Marihuana beschlagnahmt. Gegen einen 38-jährigen Hauptverdächtigen wurde Haftbefehl erlassen. Der Straßenverkaufswert der beschlagnahmten Drogen belaufe sich auf mehr als 15 Millionen Euro, hieß es.

Textgröße ändern:

Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Hinweis von US-Behörden Ende 2025 auf einen Frachtcontainer aus Kanada. Darin waren rund 1,2 Tonnen Marihuana gefunden worden - versteckt in Bürostühlen. Am 6. Januar beobachteten Ermittler die Anlieferung im nordrhein-westfälischen Langenfeld und nahmen vier Verdächtige fest, darunter den Hauptverdächtigen. Bei anschließenden Durchsuchungen in Langenfeld und Solingen wurden weitere Drogen beschlagnahmt.

In den folgenden Ermittlungen konnten die Behörden weitere Tatverdächtige identifizieren. Bei Durchsuchungen beschlagnahmte der Zoll unter anderem rund 300 Kilogramm Marihuana in Wülfrath sowie später weitere Drogen, darunter Kokain, Marihuana und Haschisch sowie zwei Schusswaffen. Dabei wurde ein weiterer 54-jähriger Verdächtiger festgenommen. Die Ermittlungen dauerten an.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gedenken Flutkatastrophe vor fünf Jahren

Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gedenken am Dienstag der verheerenden Flutkatastrophe von vor fünf Jahren. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier legt zusammen mit dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Gordon Schnieder (CDU) in Bad Neuenahr-Ahrweiler im besonders betroffenen Ahrtal einen Kranz nieder (12.00 Uhr). Zudem spricht Steinmeier bei einer Gedenkstunde im nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf (16.00 Uhr).

Fünf Jahre Ahrtal-Katastrophe: Caritas für Neuaufstellung von Katastrophenschutz

Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal fordert die Caritas von der Bundesregierung eine Neuausrichtung des Bevölkerungsschutzes. Deutschland sei auf einem guten Weg, es könne und müsse aber noch viel besser werden, sagte der für die Katastrophenhilfe zuständige Caritas-Vorstand Oliver Müller den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Dienstagsausgaben). Nachholbedarf sieht er insbesondere beim Informationsaustausch und bei der Vorbereitung auf mögliche künftige Katastrophen.

75-Jährige in Bayern wegen Totschlags an 79-jährigem Mann in Untersuchungshaft

Wegen der mutmaßlichen Tötung eines 79 Jahre alten Manns im bayerischen Sulzheim im Landkreis Schweinfurt ist eine 75-Jährige in Untersuchungshaft genommen worden. Wie die Polizei in Würzburg am Montag mitteilte, besteht gegen die Frau der dringende Tatverdacht des Totschlags. Ein Ermittlungsrichter traf daher die Entscheidung, die Frau kam in eine Justizvollzugsanstalt.

Einsturz in Novi Sad: Prozess gegen serbischen Ex-Bauminister wieder aufgenommen

Der frühere serbische Bauminister Goran Vesic muss sich wegen des Einsturzes eines Bahnhofsvordachs in der Stadt Novi Sad mit 16 Toten nun doch vor Gericht verantworten. Ein Berufungsgericht gab dem Einspruch der Staatsanwaltschaft gegen die Einstellung des Verfahrens durch eine frühere Instanz statt. Der Prozess gegen Vesic und fünf weitere Beschuldigte könne nun wiederaufgenommen werden, teilte das Berufungsgericht am Montag mit.

Textgröße ändern: