Deutsche Tageszeitung - Zwei Festnahmen wegen großangelegten Betrugs mit Onlineretouren

Zwei Festnahmen wegen großangelegten Betrugs mit Onlineretouren


Zwei Festnahmen wegen großangelegten Betrugs mit Onlineretouren
Zwei Festnahmen wegen großangelegten Betrugs mit Onlineretouren / Foto: © AFP/Archiv

Zwei Verdächtige sollen über Jahre hinweg einen großangelegten Betrug mit Onlineretouren begangen haben. Eine 22-jährige Frau und ein 27-jähriger Mann wurden im Januar in Bonn in Nordrhein-Westfalen festgenommen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft im sächsischen Leipzig am Dienstag mitteilten. Demnach sollen beide zwischen 2020 und Anfang 2026 wiederholt hochwertige Elektronikwaren im Internet bestellt haben.

Textgröße ändern:

Nach Erhalt der Waren hätten sie die Rücksendungen lediglich vorgetäuscht. Die Kaufpreise ließen sie sich demnach erstatten. Das Geld hoben sie anschließend mit Geldkarten über zuvor eingerichtete Aliasidentitäten ab. Die Beschuldigten waren in Deutschland untergetaucht. Sie hatten zwar verschiedene Häuser angemietet, sich aber nie umgemeldet.

Nach den Festnahmen durchsuchten die Ermittler mehrere Gebäude im nordrhein-westfälischen Neuss sowie in einer Kleinstadt im thüringischen Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Dabei beschlagnahmten die Behörden insgesamt eine Million Euro Bargeld.

Ins Visier der Leipziger Ermittler hatten sich die Verdächtigen selbst gebracht. Sie reichten eine Zivilklage gegen einen Versanddienstleister ein, weil ein angeblich von ihnen versendetes Paket mit hochwertiger Ware nicht beim Empfänger angekommen sein soll. Ein zuständiger Richter wurde misstrauisch und kontaktierte die Staatsanwaltschaft Leipzig, so dass die Verbindung zu den laufenden Ermittlungen hergestellt wurde. Die Ermittlungen dauerten an.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Nach Brand auf philippinischer Fähre Zahl der Todesopfer auf 76 gestiegen

Nach dem Brand auf einer Fähre in einer beliebten Touristenregion der Philippinen ist die Zahl der Todesopfer auf 76 gestiegen. Die Küstenwache teilte am Samstag mit, sie habe 41 weitere Leichen im Inneren der ausgebrannten Fähre gefunden. Die Überreste würden zu einem Hafen im Urlaubsort Coron in der Provinz Palawan transportiert, teilte eine Sprecherin der Küstenwache mit.

Mindestens 44 Verletzte bei Zugunglück in Nordfrankreich

Bei einem Zugunglück in Nordfrankreich sind am Freitag mindestens 44 Menschen verletzt worden. Eines der Opfer, eine Frau, habe schwere Verletzungen erlitten, teilte Staatsanwalt Sébastien Gallois am Abend mit. Verkehrsminister Philippe Tabarot hatte zuvor im Onlinedienst X in einer "vorläufigen Bilanz" von rund 20 Verletzten gesprochen. Der Regionalzug mit fast 200 Passagieren an Bord war in der Normandie zwischen den Städten Rouen und Caen im Département Seine-Maritime unterwegs.

EU und UNO verurteilen Haftstrafen gegen Organisatoren von Tiananmen-Mahnwachen in Hongkong

Die EU und die UNO haben die Haftstrafen gegen drei Organisatoren von Tiananmen-Mahnwachen in Hongkong scharf kritisiert. Die EU bezeichnete den Prozess gegen die Demokratieaktivisten am Freitag als "politisch motiviert". UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk forderte eine Aufhebung der Urteile. Ein Gericht in Hongkong hatte die drei Aktivisten zuvor mit Haftstrafen zwischen fünf und sieben Jahren belegt.

Auto geklaut und zu schnell gefahren - Polizei fahndet mit Blitzerfoto

Ein Autodieb in Potsdam hat der Polizei die Ermittlungsarbeit erleichtert und sich nach der Tat blitzen lassen. Nach dem Mann wird nun mit dem Blitzerfoto gefahndet, wie die Polizei am Freitag in Brandenburg an der Havel mitteilte.

Textgröße ändern: