Deutsche Tageszeitung - US-Richter: Trumps Mittelentzug für öffentliche Sender war rechtswidrig

US-Richter: Trumps Mittelentzug für öffentliche Sender war rechtswidrig


US-Richter: Trumps Mittelentzug für öffentliche Sender war rechtswidrig
US-Richter: Trumps Mittelentzug für öffentliche Sender war rechtswidrig / Foto: © AFP

Juristische Niederlage für US-Präsident Donald Trump im Streit mit dem öffentlichen Rundfunk: Ein US-Bundesrichter hat den von Trump angeordneten Entzug von Bundesmitteln für das Radionetzwerk National Public Radio (NPR) und den Fernsehsender Public Broadcasting Service (PBS) als rechtswidrig eingestuft. Trumps Anordnung für das Ende der Finanzierung vom 1. Mai ziele darauf ab, kritische Ansichten zu unterdrücken, schrieb Bezirksrichter Randolph Moss zur Begründung.

Textgröße ändern:

Zwar habe der Präsident das Recht, Medien für ihre Berichterstattung zu kritisieren. Er dürfe seine Macht jedoch nicht dafür nutzen, die Sender "zur Vergeltung für missliebige Äußerungen von Bundeszuschüssen oder anderen Fördermitteln auszuschließen", schrieb Moss.

Die Sender begrüßten das Urteil als Stärkung der Presse- und Meinungsfreiheit. Eine Sprecherin des Weißen Hauses nannte den Richterspruch dagegen "lächerlich" und kündigte mögliche Rechtsmittel an. Trump hatte NPR und PBS als "Arme der radikalen linken Demokratischen Partei" bezeichnet und die Mittelstreichung damit begründet.

Mit zusätzlichen Geldern können die Sender nicht rechnen. Auf Grundlage von Trumps Dekret hatte der US-Kongress im vergangenen Juli die rückwirkende Streichung von 1,1 Milliarden Dollar (knapp 960 Millionen Euro) für die öffentliche Rundfunkgesellschaft CPB genehmigt, die NPR, PBS sowie zahlreiche Lokalsender teils finanzierte. CPB stellte daraufhin zu Beginn dieses Jahres die Arbeit ein.

Anders als in Deutschland finanziert sich der öffentliche Rundfunk nur zu einem Teil aus Bundesmitteln, der Rest kommt aus Werbung und Spenden.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Nachrichtenagentur: 29 Tote bei Absturz von russischem Militärflugzeug auf der Krim

Bei dem Absturz eines russischen Militärflugzeugs auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sind nach Angaben der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass 29 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Todesopfern seien sechs Besatzungsmitglieder und 23 Passagiere, berichtete Tass am Mittwoch unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. An den Trümmern des Flugzeugs seien keinerlei Spuren eines äußeren Einschlags festgestellt worden.

Todesstrafe-Gesetz: Grünen-Chefin fordert Sanktionen gegen israelische Minister

Wegen der vom israelischen Parlament beschlossenen Einführung der Todesstrafe für wegen Terrorismusvorwürfen verurteilte Palästinenser hat Grünen-Ko-Chefin Franziska Brantner Sanktionen gegen die israelischen Minister Itamar Ben-Gvir und Bezalel Smotrich gefordert. "Die Bundesregierung darf nicht länger wegschauen, sondern muss handeln", sagte Brantner dem "Spiegel" laut einer Vorabmeldung vom Dienstag. Auch in der Linkspartei sorgt die Entscheidung aus Israel für Empörung.

"Wie ein Bergwerk": Spanische Polizei entdeckt Tunnelsystem zum Drogenschmuggel

Die spanische Polizei hat ein ausgeklügeltes unterirdisches Tunnelsystem zum Drogenschmuggel nach Europa entdeckt. Wie das Innenministerium in Madrid am Dienstag mitteilte, verband das aus drei Ebenen bestehende und bis zu 19 Meter unter die Erde reichende Tunnelnetzwerk Marokko mit der spanischen Exklave Ceuta und diente dem illegalen Transport von Haschisch nach Spanien und in weitere europäische Länder. Es handele sich um ein "Labyrinth wie in einem Bergwerk".

Über vier Dollar pro Gallone: US-Benzinpreise auf höchstem Stand seit 2022

Im Iran-Krieg sind die Treibstoffpreise in den USA auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren gestiegen. Der durchschnittliche Benzinpreis stieg am Dienstag auf mehr als vier Dollar pro Gallone (rund 3,785 Liter), wie der Automobilclub AAA mitteilte. Die Ölpreise verharrten derweil über der 100-Dollar-Marke.

Textgröße ändern: