Deutsche Tageszeitung - Sprengstoffangriff auf pro-israelische Organisation in den Niederlanden

Sprengstoffangriff auf pro-israelische Organisation in den Niederlanden


Sprengstoffangriff auf pro-israelische Organisation in den Niederlanden
Sprengstoffangriff auf pro-israelische Organisation in den Niederlanden / Foto: © ANP/AFP

In den Niederlanden ist ein Sprengstoffangriff auf eine pro-israelische Organisation verübt worden. Wie eine Polizeisprecherin am Samstag der Nachrichtenagentur AFP sagte, kam es am Vorabend vor dem Gebäude der Nichtregierungsorganisation Christen für Israel in der Stadt Nijkerk zu einer Detonation. Verletzt wurde niemand: In dem Gebäude hielt sich zum Tatzeitpunkt niemand auf. Es sei aber leichter Sachschaden entstanden.

Textgröße ändern:

"Ermittlungen haben ergeben, dass eine schwarz gekleidete Person den Sprengsatz platziert hat", erklärte die Polizei. Die Behörden riefen mögliche Augenzeugen auf, sich zu melden. Angaben zu einem möglichen Motiv machte die Polizei zunächst nicht. Festnahmen gab es zunächst keine.

Die Organisation Christen für Israel äußerte sich "schockiert" über den Vorfall. Sie sprach von einem "besorgniserregenden Muster" von Angriffen gegen jüdische und pro-israelische Einrichtungen in den Niederlanden und im Nachbarland Belgien.

"Der Schaden war begrenzt, aber die Auswirkungen sind schwerwiegend", erklärte Christen für Israel weiter. Besonders gravierend sei, dass der Vorfall sich vor Ostern ereignet habe, dem wichtigsten Fest der Christen.

Seit Beginn des Iran-Kriegs hat es in Belgien, Großbritannien und in den Niederlanden mehrere ähnliche Angriffe gegeben. So wurde in London ein Brandanschlag auf vier Krankenwagen eines jüdischen Rettungsdienstes verübt. Die Polizei stuft die Tat als "antisemitisches Hassverbrechen" ein. Zu den Angriffen hat sich eine islamische Gruppen mit möglichen Verbindungen zum Iran bekannt.

Israel und die USA hatten Ende Februar mit Luftangriffen gegen den Iran begonnen. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Raserunfall mit drei Toten in Hessen: Sieben Jahre Haft für 32-Jährigen

Das Landgericht im hessischen Darmstadt hat im Fall eines Raserunfalls mit drei Toten einen 32-Jährigen zu sieben Jahren Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde der Mann wegen eines verbotenenen Rennens mit Todesfolge, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte.

Giffey: Berliner SPD steht trotz Ermittlungen hinter Spitzenkandidat Krach

Die Berliner SPD steht nach den Worten der früheren Landesvorsitzenden und jetzigen Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey trotz des Ermittlungsverfahrens zu ihrem Spitzenkandidaten Steffen Krach. Giffey sagte am Donnerstag im Rundfunk Berlin-Brandenburg, Krach habe parteiintern transparent über die Vorwürfe gegen ihn berichtet. Es gebe keinen Grund, an seinen Worten zu zweifeln. "Es gilt die Unschuldsvermutung - Steffen Krach hat gestern alles dargelegt."

Mieterbund klagt erfolgreich gegen Stromklausel in Mietverträgen von Vonovia-Töchtern

Wer eine Wohnung mietet, muss frei entscheiden können, von wem er seinen Strom bezieht. Das entschied nach Angaben des Deutschen Mieterbunds vom Donnerstag das Oberlandesgericht (OLG) Hamm. Es gab mit einem Urteil vom Mittwoch der Unterlassungsklage des Mieterbunds gegen zwei Tochtergesellschaften des Immobilienkonzerns Vonovia statt - sie dürfen demnach nicht einen Mietvertrag zum "Vehikel" machen, um Mieterinnen und Mieter an einen bestimmten Stromanbieter zu binden. (Az. I-30 UKl 1/25)

Urlaub mit Musik 2027: Musica Viva veröffentlicht neues Programm mit 182 Workshops

Musikferien in Deutschland, Österreich und Italien – Angebote für Anfänger, Wiedereinsteiger und Fortgeschrittene – gemeinsames Musizieren im Urlaub

Textgröße ändern: