Deutsche Tageszeitung - 16 Verletzte bei Schusswaffenangriff in türkischer Schule - Mutmaßlicher Täter tot

16 Verletzte bei Schusswaffenangriff in türkischer Schule - Mutmaßlicher Täter tot


16 Verletzte bei Schusswaffenangriff in türkischer Schule - Mutmaßlicher Täter tot
16 Verletzte bei Schusswaffenangriff in türkischer Schule - Mutmaßlicher Täter tot / Foto: © DHA (Demiroren News Agency)/AFP

Im Südosten der Türkei hat ein junger Mann einen Schusswaffenangriff an seiner früheren Schule verübt und 16 Menschen verletzt, die meisten von ihnen Schüler. Der Angreifer habe sich anschließend selbst erschossen, erklärte Provinzgouverneur Hasan Sildak nach dem Vorfall am Dienstagmorgen in der Region Sanliurfa. Verletzt wurden nach vorläufigen Erkenntnissen neben zehn Schülern und vier Lehrern auch ein Polizist und ein Kantinenmitarbeiter, wie das türkische Innenministerium im Onlinedienst X mitteilte.

Textgröße ändern:

Bei dem Schützen handelte es sich um einen 2007 geborenen früheren Schüler der Berufsschule. "Er nahm sich das Leben, als er von der Polizei eingekreist worden war", teilte Gouverneur Sildak weiter mit. Die Schule sei evakuiert worden und es folge eine "gründliche Untersuchung dieses tragischen Vorfalls".

Von türkischen Medien verbreitete Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigten, wie der Täter mit einer Pump-Gun in die Schule läuft und frontal auf einen Mann schießt. Auch Bilder von fliehenden Schülern sowie zahlreichen Polizisten und Krankenwagen vor der Schule im Ort Siverek waren in türkischen Medien zu sehen. "Er hat das Feuer zuerst wahllos im Hof eröffnet, dann im Inneren der Schule", schilderte ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur IHA das Vorgehen des Angreifers. "Die Schüler schrien."

Derartige Schusswaffenangriffe kommen in der Türkei relativ selten vor. Im Mai 2023 hatte ein verwiesener Schüler an seiner früheren Schule den 74-jährigen Direktor erschossen. Nach seiner Flucht wurde der Angreifer festgenommen. Die Gewalttat löste landesweit Diskussionen aus. Tausende Lehrer demonstrierten in Istanbul für bessere Sicherheitsvorkehrungen an Schulen.

In der Türkei gelten strenge Waffengesetze. Der Besitz einer Schusswaffe erfordert eine Registrierung und einen Waffenschein inklusive einem Nachweis der psychologischen Eignung sowie eine Überprüfung auf mögliche Vorstrafen.

Auf illegalen Waffenbesitz stehen strenge Strafen. Laut den Schätzungen einer türkischen Stiftung sind in der Türkei allerdings dennoch zahlreiche Schusswaffen im Umlauf, die meisten davon illegal.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Zwei Tote bei Absturz von Kleinflugzeug in Nordrhein-Westfalen

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs sind in Nordrhein-Westfalen am Dienstag zwei Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei in Düren mitteilte, stürzte die Maschine am Nachmittag über dem Gebiet des Hürtgenwalds im Bereich einer Talsperre ab. Die beiden Insassen starben demnach, weitere Menschen wurden nicht verletzt.

Vergewaltigungsvorwurf: Harvey Weinstein erneut in den USA vor Gericht

Der frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein muss sich erneut wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung vor Gericht verantworten. In New York wird seit Dienstag der Fall der Schauspielerin Jessica Mann neu verhandelt. Sie wirft dem ehemaligen Produzenten vor, sie im Jahr 2013 vergewaltigt zu haben. Weinstein beteuert seine Unschuld.

Mord an Großmutter: Lebenslange Haft für 24-Jährigen in München

Wegen der Ermordung seiner Großmutter hat das Landgericht München I einen 24-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Schwurgericht wertete die Tat am Dienstag als heimtückischen Mord, wie ein Gerichtssprecher in der bayerischen Landeshauptstadt mitteilte. Der Angeklagte habe mit bedingtem Tötungsvorsatz gehandelt. Sein Opfer sei zum Tatzeitpunkt arg- und wehrlos gewesen, was er ausgenutzt habe.

Frau betäubt und Vergewaltigung gefilmt: Lange Haftstrafe für Mann in München

Ein 28-Jähriger, der in Bayern eine Frau mit Narkosemitteln betäubte und sich anschließend bei Vergewaltigungen filmte, ist zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht München I verhängte gegen den Angeklagten am Dienstag unter anderem wegen versuchten Mordes und besonders schwerer Vergewaltigung eine Freiheitsstrafe von elf Jahren und drei Monaten, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Textgröße ändern: