Deutsche Tageszeitung - Haftstrafe in Stuttgarter Mafiaprozess - Mitangeklagter Polizist schuldunfähig

Haftstrafe in Stuttgarter Mafiaprozess - Mitangeklagter Polizist schuldunfähig


Haftstrafe in Stuttgarter Mafiaprozess - Mitangeklagter Polizist schuldunfähig
Haftstrafe in Stuttgarter Mafiaprozess - Mitangeklagter Polizist schuldunfähig / Foto: © AFP/Archiv

In einem Mafiaprozess hat das Landgericht Stuttgart den Hauptangeklagten zu drei Jahren Haft verurteilt. Der 49-Jährige wurde wegen Bandenbetrugs in zwei Fällen in Tateinheit mit Unterstützung einer kriminellen Vereinigung im Ausland und Anstiftung zur Verletzung von Dienstgeheimnissen verurteilt, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte. Ein mitangeklagter Polizist wurde dagegen freigesprochen. Bei ihm war demnach nicht auszuschließen, dass er aus psychischen Gründen zur Tatzeit schuldunfäig war.

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Der Hauptangeklagte hatte dem Urteil zufolge im Januar 2022 von einem Mitglied der italienischen Mafiaorganisation 'Ndrangheta den Hinweis bekommen, dass Mitglieder der Gruppe ein italienisches Restaurant beschädigt hatten, um die Gastwirte zum Kauf von Lebensmitteln zu drängen. Der Mann soll daraufhin den befreundeten Polizisten darüber informiert haben. Dieser habe daraufhin in der Polizeidatenbank recherchiert, dass unter dessen Autokennzeichen gegen den 'Ndrangheta-Mafioso nichts vorliege. Diese Information soll der Hauptangeklagte an den Mafioso weitergegeben haben.

Wenige Tage später soll dieser um einen Schlafplatz gebeten haben, weil er fürchtete, gesucht zu werden. Auch in diesem Fall recherchierte der Polizist und fand heraus, dass dem nicht so war. Auch diese Information soll der Hauptangeklagte weitergegeben habe. Schließlich wurde dieser auch dafür verurteilt, im Jahr 2022 in großen Mengen bei ausländischen Unternehmen Lebensmittel bestellt und diese nicht bezahlt zu haben. Außerdem wurde er für den Handel mit Amphetamin verurteilt.

(L.Møller--DTZ)

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