Deutsche Tageszeitung - Bekannten mit Messer getötet: Mehr als fünf Jahre Haft für 68-jährigen Zwickauer

Bekannten mit Messer getötet: Mehr als fünf Jahre Haft für 68-jährigen Zwickauer


Bekannten mit Messer getötet: Mehr als fünf Jahre Haft für 68-jährigen Zwickauer
Bekannten mit Messer getötet: Mehr als fünf Jahre Haft für 68-jährigen Zwickauer / Foto: © AFP/Archiv

Wegen der Tötung eines 36-jährigen Bekannten mit einem Messer ist ein Mann aus Zwickau zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht in der sächsischen Stadt sprach ihn am Mittwoch des Totschlags schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Wegen der starken Alkoholisierung des Angeklagten ging das Gericht von einem minder schweren Fall aus.

Textgröße ändern:

Die Tat ereignete sich in der Nacht vom 26. auf den 27. Juli vergangenen Jahres in der Garage des 68-Jährigen in Zwickau. Der Angeklagte räumte die Tötung seines Bekannten während der Verhandlung ein, gab aber an, aus Notwehr gehandelt zu haben.

Der 36-Jährige habe ihn während eines Streits durch einen Sturz zu Boden gebracht, auf ihn eingetreten und versucht, ihn mit einer Bierflasche zu schlagen. Deshalb habe er nach einem Messer gegriffen und in den Brustkorb des Angeklagten gestochen.

Das Messer traf den 36-Jährigen ins Herz. Er konnte noch fliehen, brach aber in Tatortnähe zusammen. Trotz intensiver ärztlicher Behandlung starb er kurze Zeit später im Krankenhaus. Laut Gericht hinterließ er einen Sohn, der bei der Kindsmutter in der Ukraine lebt.

Das Gericht folgte der Einlassung des Angeklagten der Sprecherin zufolge nicht. Bei dem 68-Jährigen seien keinerlei Kampf- oder Verletzungsspuren festgestellt worden. Auch eine zerbrochene Bierflasche wurde nicht entdeckt.

Von einer Notwehrlage ging die Kammer daher nicht aus. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren für den Angeklagten beantragt. Die Verteidigung plädierte auf eine Bewährungsstrafe.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Suche nach Erdbeben-Überlebenden in Venezuela: Vater und Sohn gerettet

Nach dem schweren Doppel-Erdbeben in Venezuela suchen Rettungsmannschaften in einem Wettlauf mit der Zeit in den Trümmern eingestürzter Gebäude weiter nach Überlebenden. Der Präsident der venezolanischen Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, bezifferte die Zahl der Toten am Sonntag auf 1450, tausende Menschen wurden verletzt. Doch es gab auch Lichtblicke: Ein Vater und sein Sohn wurden am Sonntag in Caraballeda lebend aus den Trümmern geborgen.

Elf Tote bei Flugzeugabsturz in Frankreich - Opfer wollten Tandemsprung absolvieren

Sie wollten nur einen Tandem-Fallschirmsprung absolvieren: Beim Absturz eines Kleinflugzeugs im Osten Frankreichs sind alle zehn Passagiere sowie der Pilot ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich nach Angaben des örtlichen Präfekten am Sonntag in der Nähe von Nancy. Nach Angaben der französischen Flugsicherheitsbehörde BEA handelt sich um eines der folgenschwersten Unglücke mit einem Kleinflugzeug in Frankreich. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

Baby aus Krankenhaus in NRW entführt: Polizei nimmt 18-Jährige fest

Nach der zwischenzeitlichen Entführung eines Neugeborenen aus einem Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei eine 18-jährige Tatverdächtige vorläufig festgenommen. Wie die Staatsanwaltschaft Hagen und die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis am Sonntagabend mitteilten, wurde die Lüdenscheiderin am Nachmittag nach einer Reihe von Hinweisen gefasst. Das sieben Tage alte Baby war am Samstag nach knapp einer Stunde in einem Parkhaus entdeckt und in die Klinik in Lüdenscheid zurückgebracht worden.

Elf Tote bei Flugzeugabsturz in Frankreich - Opfer wollten Fallschirmsprung absolvieren

Beim Absturz eines Kleinflugzeuges mit Teilnehmern eines Fallschirmspringkurses an Bord sind im Osten Frankreichs alle elf Insassen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich nach Angaben des örtlichen Präfekten am Sonntag in der Nähe von Nancy - zehn Passagiere und der Pilot starben dabei. Es handelt sich um eines der folgenschwersten Unglücke mit einem Kleinflugzeug in Frankreich.

Textgröße ändern: