Deutsche Tageszeitung - Gericht: Mangelhaft gehaltene Hunde dürfen von Amts wegen verkauft werden

Gericht: Mangelhaft gehaltene Hunde dürfen von Amts wegen verkauft werden


Gericht: Mangelhaft gehaltene Hunde dürfen von Amts wegen verkauft werden
Gericht: Mangelhaft gehaltene Hunde dürfen von Amts wegen verkauft werden / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Der Verkauf von mangelhaft gehaltenen und deshalb in Obhut genommenen Hunden ist einem Gerichtsbeschluss zufolge rechtens. Das entschied das schleswig-holsteinische Verwaltungsgericht am Montag im Eilverfahren, wie eine Sprecherin in Schleswig mitteilte. Die sogenannte Veräußerungsverfügung des Amtes Mittelholstein ist demnach rechtmäßig.

Textgröße ändern:

Geklagt hatten ein Hundetrainer und seine Frau. Bei einer Kontrolle im Januar dieses Jahres wurden bei den beiden laut Gericht zwölf Hunde gefunden, die in zu kleinen und zu kalten Zwingern gehalten wurden. Außerdem hatten nicht alle Tiere Zugang zu Wasser, teils waren sie nass und hatten keine Möglichkeit, sich trocken zu reiben. Auf einem Video war zudem zu sehen, dass der Mann die Hunde mit einem Seil schlug - was dieser einräumte und rechtfertigte.

Wegen der fehlenden Sachkunde als Hundehalter wurden die Hunde mitgenommen und in Tierheimen untergebracht. Wegen der hohen Unterbringungskosten erließ das Amt die Verfügung, dass sie verkauft werden dürfen, was das Gericht nun bestätigte. Gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts kann Beschwerde beim schleswig-holsteinischen Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Iranische Nobelpreisträgerin Mohammadi für ärztliche Behandlung gegen Kaution freigelassen

Iranische Behörden haben die inhaftierte Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi nach Angaben ihrer Unterstützer wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes gegen Kaution freigelassen. Mohammadi sei am Sonntag zur medizinischen Behandlung nach Teheran gebracht worden, teilte ihre Stiftung am Sonntag mit. Nach einem zehntägigen Krankenhausaufenthalt in Sandschan im Norden des Iran, wo sie ihre Haftstrafe verbüßt, sei Mohammadi "gegen eine hohe Kaution eine Aussetzung der Strafe gewährt" worden.

Baden-Württemberg: Kind auf Laufrad von Zug erfasst und gestorben

In Baden-Württemberg ist ein vierjähriges Mädchen auf einem Laufrad von einem Zug erfasst worden und ums Leben gekommen. Das Kind befuhr am Samstagabend in Sipplingen im Bodenseekreis trotz geschlossener Halbschranken einen Bahnübergang und kollidierte mit einem Regionalexpress, wie das Polizeipräsidium Ravensburg am Sonntag mitteilte.

Festnahme nach Tötung eines Mannes in Köln Ehrenfeld

Nach einem mutmaßlichen Tötungsdelikt in Köln hat die Polizei einen tatverdächtigen 31-Jährigen festgenommen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstag mitteilten, wurden am Morgen Einsatzkräfte zu einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Ehrenfeld gerufen, nachdem ein Anwohner einen lauten Streit bemerkt und dann einen Schwerverletzten im Hausflur entdeckt hatte. Der zunächst nicht zu identifizierende Mann starb trotz Reanimationsmaßnahmen noch vor Ort.

Hantavirus: WHO macht Evakuierung von Kreuzfahrtschiff zur Chefsache

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem niederländischen Kreuzfahrtschiff "Hondius" macht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Evakuierung der noch rund 150 Menschen an Bord zur Chefsache. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus traf am Samstag in Spanien ein, um eine sichere Evakuierung zu beaufsichtigen. Laut WHO wurde mittlerweile in sechs von acht Verdachtsfällen eine Infektion mit dem von Mensch zu Mensch übertragbaren Andes-Virusstamm bestätigt. Zu den drei Todesopfern zählt eine Deutsche.

Textgröße ändern: