Deutsche Tageszeitung - Mutmaßlicher Amoktäter von Leipzig war bis Ende April in Psychiatrie

Mutmaßlicher Amoktäter von Leipzig war bis Ende April in Psychiatrie


Mutmaßlicher Amoktäter von Leipzig war bis Ende April in Psychiatrie
Mutmaßlicher Amoktäter von Leipzig war bis Ende April in Psychiatrie / Foto: © AFP/Archiv

Der mutmaßliche Amoktäter von Leipzig hat sich bis Ende April freiwillig in einer psychiatrischen Klinik aufgehalten. Das teilte eine Sprecherin des sächsischen Sozialministeriums in Dresden am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP mit. Der 33-Jährige habe sich "auf eigenen Wunsch freiwillig in der Klinik stationär" aufgehalten.

Textgröße ändern:

"Nach einem kurzen Aufenthalt wurde er Ende April 2026 entlassen", hieß es weiter. Zuvor hatten unter anderem die "Leipziger Volkszeitung" und der Mitteldeutsche Rundfunk von dem Psychiatrieaufenthalt des Tatverdächtigen berichtet.

Während dieses Aufenthalts in der Klinik bestand nach Ministeriumsangaben "keine Eigen- oder Fremdgefährdung". "Es lagen damit keine medizinischen Gründe vor, den Patienten, der sich freiwillig in der Klinik aufhielt, am Verlassen der Klinik zu hindern und damit gegen seinen Willen festzuhalten", erklärte die Sprecherin. Fragen nach der Behandlung und der Dauer des Klinikaufenthalts blieben unter Verweis auf die ärztliche Schweigepflicht unbeantwortet.

Der 33-jährige deutsche Staatsbürger war am Montagnachmittag in der Innenstadt von Leipzig mit einem Auto durch eine belebte Fußgängerzone gerast. Er erfasste mehrere Menschen, eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann starben. Die genaue Zahl der Verletzten stand zunächst weiterhin nicht fest. Der Mann sollte am Dienstag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Iranische Nobelpreisträgerin Mohammadi für ärztliche Behandlung gegen Kaution freigelassen

Iranische Behörden haben die inhaftierte Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi nach Angaben ihrer Unterstützer wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes gegen Kaution freigelassen. Mohammadi sei am Sonntag zur medizinischen Behandlung nach Teheran gebracht worden, teilte ihre Stiftung am Sonntag mit. Nach einem zehntägigen Krankenhausaufenthalt in Sandschan im Norden des Iran, wo sie ihre Haftstrafe verbüßt, sei Mohammadi "gegen eine hohe Kaution eine Aussetzung der Strafe gewährt" worden.

Baden-Württemberg: Kind auf Laufrad von Zug erfasst und gestorben

In Baden-Württemberg ist ein vierjähriges Mädchen auf einem Laufrad von einem Zug erfasst worden und ums Leben gekommen. Das Kind befuhr am Samstagabend in Sipplingen im Bodenseekreis trotz geschlossener Halbschranken einen Bahnübergang und kollidierte mit einem Regionalexpress, wie das Polizeipräsidium Ravensburg am Sonntag mitteilte.

Festnahme nach Tötung eines Mannes in Köln Ehrenfeld

Nach einem mutmaßlichen Tötungsdelikt in Köln hat die Polizei einen tatverdächtigen 31-Jährigen festgenommen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstag mitteilten, wurden am Morgen Einsatzkräfte zu einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Ehrenfeld gerufen, nachdem ein Anwohner einen lauten Streit bemerkt und dann einen Schwerverletzten im Hausflur entdeckt hatte. Der zunächst nicht zu identifizierende Mann starb trotz Reanimationsmaßnahmen noch vor Ort.

Hantavirus: WHO macht Evakuierung von Kreuzfahrtschiff zur Chefsache

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem niederländischen Kreuzfahrtschiff "Hondius" macht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Evakuierung der noch rund 150 Menschen an Bord zur Chefsache. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus traf am Samstag in Spanien ein, um eine sichere Evakuierung zu beaufsichtigen. Laut WHO wurde mittlerweile in sechs von acht Verdachtsfällen eine Infektion mit dem von Mensch zu Mensch übertragbaren Andes-Virusstamm bestätigt. Zu den drei Todesopfern zählt eine Deutsche.

Textgröße ändern: