Deutsche Tageszeitung - Europarat prangert abnehmende Hilfsbereitschaft für Ukrainer an

Europarat prangert abnehmende Hilfsbereitschaft für Ukrainer an


Europarat prangert abnehmende Hilfsbereitschaft für Ukrainer an
Europarat prangert abnehmende Hilfsbereitschaft für Ukrainer an / Foto: © AFP/Archiv

Der Europarat hat eine nachlassende Aufnahmebereitschaft für Ukraine-Flüchtlinge angeprangert. "Der allmähliche Abbau des Schutzstatus führt dazu, dass besonders Schutzbedürftige auf der Strecke bleiben", warnte der Menschenrechtskommissar des Europarats, Michael O'Flaherty, am Dienstag. Mehrere Aufnahmeländer hätten begonnen, den Schutz für geflüchtete Ukrainer schrittweise einzuschränken, indem sie etwa Wohnhilfen oder andere Sozialleistungen reduzieren. Dies könne "einen unangemessenen Druck zu einer verfrühten Rückkehr" ausüben, warnte O’Flaherty.

Textgröße ändern:

Die EU hatte den Schutzstatus für Ukrainer zuletzt bis März 2027 verlängert. Dieser ermöglicht es den Betroffenen, sich legal in EU-Ländern aufzuhalten, zu arbeiten, zur Schule zu gehen und medizinische Versorgung und Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen.

O'Flaherty zeigte sich "besorgt über die sich verschärfenden Debatten sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene über ein Ende der Notfallregelungen" für Ukrainerinnen und Ukrainer. Er beobachte zudem "einen Anstieg anti-ukrainischer Stimmung, die bisweilen durch populistische Rhetorik geschürt wird". Er bedauere, dass in einigen Ländern "politische Kurswechsel den Schutz und die Unterstützung verringert haben". Es sei an der Zeit, zu der Aufnahmebereitschaft und Großzügigkeit zurückzukehren, die kurz nach Kriegsbeginn im Frühjahr 2022 geherrscht hätten, betonte O'Flaherty.

Der Europarat, dem 46 Mitgliedstaaten angehören, wacht seit 1949 über Demokratie und Menschenrechte auf dem Kontinent.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Elf Tote bei Flugzeugabsturz in Frankreich - Opfer wollten Fallschirmsprung absolvieren

Beim Absturz eines Kleinflugzeuges mit Teilnehmern eines Fallschirmspringkurses an Bord sind im Osten Frankreichs alle elf Insassen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich nach Angaben des örtlichen Präfekten am Sonntag in der Nähe von Nancy - zehn Passagiere und der Pilot starben dabei. Es handelt sich um eines der folgenschwersten Unglücke mit einem Kleinflugzeug in Frankreich.

THW-Teams nehmen in Venezuela Suche nach Verschütteten auf

Kurz nach seiner Ankunft im Erdbebengebiet in Venezuela hat ein Team des Technischen Hilfswerks (THW) mit Rettungsarbeiten begonnen. Die THW-Einsatzkräfte arbeiteten an einer Einsatzstelle in Caraballeda, an der ein Überlebender vermutet werde, teilte das THW am Sonntag mit. Parallel laufe die Suche nach weiteren Verschütteten. Das 48-köpfige Team einer auf Erdbeben-Einsätze spezialisierten Bergungseinheit war in der Nacht zum Samstag (Ortszeit) in der venezolanischen Hauptstadt Caracas eingetroffen.

Baby aus Krankenhaus mitgenommen: Polizei fahndet nach Frau

Nach der Entführung eines Neugeborenen aus einem Krankenhaus in Lüdenscheid hat die Polizei noch keine Spur der Tatverdächtigen. Die Ermittlungen in der Sache laufen weiter, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Zeugen hatten Samstagnachmittag in einem Parkhaus das sieben Tage alte Baby entdeckt, kurze Zeit später meldete das Klinikum das Neugeborene als vermisst.

14 Tote bei Absturz eines Hubschraubers von Aramco in Saudi-Arabien

Beim Absturz eines Hubschraubers des Ölkonzerns Aramco sind in Saudi-Arabien 14 Menschen getötet worden. Der Unfall ereignete sich am Sonntag in Ras Tanura im Osten des Landes, wie die amtliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf das Energieministerium meldete. Bei den Toten handelt es sich demnach um saudiarabische Staatsbürger. Eine Untersuchung zur Klärung der Absturzursache sei im Gange, berichtete SPA weiter.

Textgröße ändern: