Ermittlern aus Rheinland-Pfalz gelingt Schlag gegen Kokainhandel - neun Festnahmen
Ermittlern aus Rheinland-Pfalz ist ein Schlag gegen mutmaßlich international agierende Kokainhändler gelungen. Bei Durchsuchungen in Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg wurden neun Menschen vorläufig festgenommen, wie das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt in Mainz am Mittwoch mitteilte. Die Ermittlungen richten sich gegen eine mutmaßlich arbeitsteilig organisierte Bande, die über internationale Lieferketten größere Mengen Kokain nach Deutschland gebracht haben soll.
Insgesamt wurden am Montag 19 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Rund 300 Einsatzkräfte durchsuchten unter anderem Wohnungen, Geschäftsräume und Lagerflächen. Bei den Festnahmen kamen teils auch Spezialkräfte zum Einsatz. Ein Beschuldigter habe versucht, durch einen Sprung aus einem Fenster im ersten Stock zu fliehen, und sich dabei leicht verletzt.
Fünf Beschuldigte wurden am Dienstag einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Gegen vier von ihnen wurden Haftbefehle erlassen. Ein Haftbefehl wurde unter Auflagen außer Vollzug gesetzt. Die seit Juni 2024 laufenden Ermittlungen dauerten an.
Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Einsatzkräfte unter anderem große Mengen Amphetamin, Marihuana, Haschisch, Ecstasy, Ketamin, Kokain sowie Amphetaminöl, das Lösungsmittel GBL und rund 7000 Ampullen Testosteron. Auch ein scharfer Revolver mit Munition sowie rund hunderttausend Euro Bargeld und Gold wurden beschlagnahmt.
(U.Kabuchyn--DTZ)