Deutsche Tageszeitung - Nach Schüssen und Erpressungsversuchen: Großrazzia mit 570 Polizisten in Berlin

Nach Schüssen und Erpressungsversuchen: Großrazzia mit 570 Polizisten in Berlin


Nach Schüssen und Erpressungsversuchen: Großrazzia mit 570 Polizisten in Berlin
Nach Schüssen und Erpressungsversuchen: Großrazzia mit 570 Polizisten in Berlin / Foto: © AFP/Archiv

Nach einer ganzen Serie von Erpressungsversuchen und Schusswaffenvorfällen in Berlin sind am Mittwoch rund 570 Polizisten zu einer Großrazzia ausgerückt. Neun Verdächtige im Alter zwischen 23 und 63 Jahren seien festgenommen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in der Bundeshauptstadt mit. Demnach geht es um Ermittlungen wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Gruppierung mit zahlreichen Beschuldigten.

Textgröße ändern:

Durchsucht wurden den Einsatzkräften zufolge 28 Anschriften im Berliner Stadtgebiet, fünf der Festgenommenen sollten zwecks Verkündung eines Haftbefehls bei einem Amtsgericht vorgeführt werden. Nach Angaben von Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel waren unter anderem Spezialeinheiten mehrerer Bundesländer und der Bundespolizei beteiligt.

Von einem langfristig vorbereiteten Schlag gegen die organisierte Kriminalität sprach die Leiterin der Berliner Staatsanwaltschaft, Ingrid Jaeger. Den Ermittlungsbehörden zufolge soll die fragliche Gruppierung "für eine Vielzahl von Erpressungslagen mit Schussabgaben" verantwortlich sein. Einzelheiten dazu wurden zunächst nicht genannt.

Medienberichten zufolge vermuten die Ermittler Schutzgelderpressungen sowie Revierkämpfe zwischen Kriminellen hinter den Vorfällen aus den vergangenen Monaten. Bei den Razzien am Mittwoch wurden laut Behörden unter anderem eine Schusswaffe, Drogen, Bargeld sowie Beweismittel wie Datenträger und Mobiltelefone beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauerten an.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Tötungsdelikt in Wassenberg: 37-Jähriger von maskiertem Unbekannten erschossen

Zwei Tage nach tödlichen Schüssen auf einen Mann im nordrhein-westfälischen Wassenberg haben die Ermittler weitere Einzelheiten bekannt gegeben. Bei dem Opfer handelt es sich um einen 37-Jährigen Mann, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Aachen am Mittwoch mitteilten. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein bislang unbekannter Maskierter am Montagabend mehrere Schüsse auf das Opfer abgegeben haben.

Lebenslange Haft in Mordprozess um beim Joggen überfahrenen Ehemann in Dresden

Weil sie ihren joggenden Ehemann mit einem Auto überfuhr und tötete, hat das Landgericht Dresden eine 53-Jährige wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach 44 Verhandlungstagen sah es das Gericht in der sächsischen Landeshauptstadt als erwiesen an, dass die Angeklagte ihren deutlich älteren Ehemann ermordet hatte, um an sein Vermögen zu kommen, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte. Ein mitangeklagter 76-Jähriger wurde ebenfalls zu lebenslanger Haft verurteilt.

Zwei Festnahmen nach tödlichem Raubüberfall auf 93-Jährigen in Köln

Nach einem tödlichen Raubüberfall auf einen 93-Jährigen in Köln haben Ermittler zwei Verdächtige festgenommen. Ein dritter Verdächtiger sei noch auf der Flucht, teilte die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Mittwoch mit. Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen 30- und einen 59-Jährigen. Die Verdächtigen wurden durch Spuren am Tatort überführt. Gegen sie wird wegen Mordes ermittelt.

Gericht zieht Immobilien im Wert von fast halber Million Euro von 36-Jähriger ein

Das Landgericht Berlin hat bei einer Frau die Einziehung von Immobilien im Wert fast einer halber Million Euro sowie eines hochwertigen Motorrads angeordnet. Die Kammer gehe sicher davon aus, dass das Geld für die insgesamt neun Objekte und das Fahrzeug nicht aus legalen Quellen stammte und die Käuferin als Strohfrau diente, sagte der Vorsitzende Richter Thilo Bartl in seiner Urteilsbegründung am Mittwoch.

Textgröße ändern: