Deutsche Tageszeitung - Mord an Psychologin in Baden-Württemberg: Höchststrafe für Täter rechtskräftig

Mord an Psychologin in Baden-Württemberg: Höchststrafe für Täter rechtskräftig


Mord an Psychologin in Baden-Württemberg: Höchststrafe für Täter rechtskräftig
Mord an Psychologin in Baden-Württemberg: Höchststrafe für Täter rechtskräftig / Foto: © AFP/Archiv

Nach dem Mord an einer Psychologin in Offenburg ist der Täter rechtskräftig zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte nach Angaben vom Dienstag das Urteil des Landgerichts der baden-württembergischen Stadt. Es hatte im August gegen den damals 43-Jährigen die Höchststrafe verhängt. (Az. 1 StR 592/25)

Textgröße ändern:

Das Landgericht stellte die besondere Schwere der Schuld fest, wodurch eine frühere Entlassung aus der Haft praktisch ausgeschlossen ist. Außerdem behielt es die Anordnung einer anschließenden Sicherungsverwahrung vor. Es sah als erwiesen an, dass er die 37-Jährige im Februar 2025 in der Nähe ihrer Praxis in einem Hinterhof in der Offenburger Innenstadt angegriffen und ihr mehr als 30 Messerstiche versetzt hatte. Sie war zu dem Zeitpunkt schwanger.

Eine Passantin fand die schwer verletzte Frau auf offener Straße. Die Hilfe von alarmierten Rettungskräften kam aber zu spät, die Psychologin starb wenig später. Sie hatte den Angeklagten 2021 in einer psychiatrischen Klinik behandelt. Dem Landgericht zufolge war diese Therapie das Motiv für die Tat. Der spätere Mörder habe sich nicht sachgerecht behandelt gefühlt. Er habe die Frau für ihr Verhalten bestrafen und töten wollen.

Das Landgericht sah das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt an, weil die Frau nicht mit einem Angriff gerechnet hatte. Als niedrigen Beweggrund wertete es, dass der Mann das Opfer für seine Lebenssituation verantwortlich machte, die er als unbefriedigend empfand. Dafür habe er sich rächen wollen.

Schon unmittelbar nach der Tat wurde nach dem Mann gefahndet. Einen Tag später wurde er festgenommen, der Prozess gegen ihn begann im Juli. Nach dem Urteil wandte er sich an den BGH, um es überprüfen zu lassen. Dieser fand aber keine Rechtsfehler, und das Offenburger Urteil wurde rechtskräftig.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Schüsse auf mit Messer bewaffneten 20-Jährigen: Drei Polizisten beteiligt

Nach Schüssen von Polizisten auf einen mit einem Messer bewaffneten Autofahrer im baden-württembergischen Walldorf haben die Ermittler weitere Details zum Ablauf des Vorfalls veröffentlicht. Drei Polizisten hätten auf den 20-Jährigen geschossen, teilten das Landeskriminalamt in Stuttgart und die Staatsanwaltschaft Heidelberg am Dienstag mit.

Großeinsatz nach Hauseinsturz in Görlitz: Noch drei Menschen vermisst

Nach dem Einsturz eines Mehrfamilienhauses durch eine mutmaßliche Gasexplosion in Görlitz haben Retter am Dienstag weiter mit Hochdruck nach drei Vermissten unter den Trümmern gesucht. Nach Angaben von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk wurden die Trümmer von per Hand sowie von Ortungsspezialisten mit Wärmebildkameras durchsucht, es bestand demnach weiterhin Gefahr durch ausströmendes Gas. "Die Suche hat absolute Priorität", betonte der Oberbürgermeister der sächsischen Stadt, Octavian Ursu (CDU).

Mutmaßlich Kohlenmonoxidvergiftung: Mann stirbt in Sattelauflieger in Niedersachsen

Im niedersächsischen Diepholz ist ein Firmenmitarbeiter tot im Auflieger eines Sattelzugs entdeckt worden. Er starb vermutlich durch eine hohe Konzentration hochgiftigen Kohlenmonoxids in dem zum Transport von Schüttgut dienenden siloartigen Anhänger, wie die örtliche Polizei am Dienstag mitteilte. Gefunden wurde der Mann am frühen Montagmorgen.

Suche nach drei Vermissten nach Einsturz von Haus in Görlitz bei Gasexplosion

Nach dem Einsturz eines Mehrfamilienhauses in Görlitz bei einer mutmaßlichen Gasexplosion dauert die Suche nach drei Vermissten weiterhin an. "Die Suche hat absolute Priorität", sagte der Oberbürgermeister der sächsischen Stadt, Octavian Ursu (CDU), am Dienstag vor Journalisten. Bei den Vermissten handelt es sich um zwei Frauen und einen Mann. "Wir sind mit den Angehörigen im Austausch und hoffen das Beste", sagte Kriminaldirektor Raik Schulze.

Textgröße ändern: