Deutsche Tageszeitung - Lange Haftstrafen für Führerscheinbetrüger aus Baden-Württemberg

Lange Haftstrafen für Führerscheinbetrüger aus Baden-Württemberg


Lange Haftstrafen für Führerscheinbetrüger aus Baden-Württemberg
Lange Haftstrafen für Führerscheinbetrüger aus Baden-Württemberg / Foto: © AFP/Archiv

Wegen Betrugs mit Führerscheinprüfungen im großen Stil sind fünf Männer in Baden-Württemberg zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Heilbronn sprach sie unter anderem der Fälschung von Daten und des Missbrauchs von Ausweispapieren schuldig, wie eine Sprecherin am Dienstagabend mitteilte. Sie wurden zu Freiheitsstrafen zwischen zwei Jahren und neun Monaten und vier Jahren und drei Monaten verurteilt.

Textgröße ändern:

Laut Anklage hatten die Männer den Einsatz von Stellvertretern organisiert, die gegen Bezahlung die theoretische Führerscheinprüfungen für andere ablegten. Betroffen waren Fahrschulen im Großraum Heilbronn und Göppingen, die von zwei der Angeklagten betrieben wurden. Die Taten sollen ab 2022 bis zur Festnahme der Bande im Juni 2025 begangen worden haben.

Die Staatsanwaltschaft forderte für die Männer Freiheitsstrafen zwischen zweieinhalb Jahren sowie vier Jahren und vier Monaten. Die Verteidigung plädierte auf Haftstrafen zwischen zweieinhalb und vier Jahren. Das Gericht ordnete mit dem Urteil auch die Einziehung von Wertersatz bei vier der Angeklagten an. Die Summen lagen zwischen 1300 und 18.600 Euro.

Ein gesondert verfolgter Mittäter war bereits im März vom Landgericht Heilbronn zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Er hatte gestanden, als Stellvertreter die Prüfungen abgelegt zu haben.

(M.Dorokhin--DTZ)

Empfohlen

Urteilsverkündung gegen Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit

Nach wochenlangem Prozess soll in Oslo am Montag das Urteil im Vergewaltigungsprozess gegen den Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit verkündet werden (10.00 Uhr MESZ). Marius Borg Hoiby ist in 40 Punkten angeklagt, unter anderem soll er vier Frauen vergewaltigt haben, während diese schliefen oder bewusstlos waren. Zudem soll der 29-Jährige mehrere Ex-Freundinnen körperlich und psychisch misshandelt haben.

Weißes Haus: Käfigkampf-Veranstaltung zu Trumps 80. Geburtstag hat begonnen

In Washington hat die Käfigkampf-Veranstaltung zum 80. Geburtstag von US-Präsident Donald Trump begonnen. Nach Angaben von AFP-Reportern trafen Trump und der befreundete Präsident des Kampfsportverbands Ultimate Fighting Championship (UFC), Dana White, am Sonntagabend (Ortszeit) an der eigens errichteten Freiluftarena am Weißen Haus ein. Kurz zuvor hatte Trump die Einigung auf ein Rahmenabkommen mit dem Iran verkündet.

Proteste und Ausschreitungen in Genf vor G7-Gipfel in Evian

Kurz vor dem G7-Gipfel im französischen Evian ist es am Sonntag in Genf zu Ausschreitungen am Rande einer Demonstration von Gipfelgegnern gekommen. Demonstranten bewarfen Sicherheitskräfte mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern, wie AFP-Reporter am Sonntag beobachteten. Die Polizei setzte Tränengas ein. Mehrere Gebäude wurden nach Polizeiangaben beschädigt, darunter der Sitz der Internationalen Fernmeldeunion und Banken. Mindestens ein Auto brannte ab.

Sexualverbrechen in Halle: Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren unter Verdacht

Nach mutmaßlichen Sexualstraftaten gegen Mädchen ermittelt die Polizei in Halle in Sachsen-Anhalt gegen vier Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren. Mutmaßlicher Tatort sei am Samstagabend eine Wohnung im südlichen Stadtgebiet gewesen, teilte die örtliche Polizei am Sonntag mit. Zwei der Opfer kamen demnach zur stationären Behandlung ins Krankenhaus.

Textgröße ändern: