Deutsche Tageszeitung - Mann mit Gaszylinder erschlagen: Unterbringung in Psychiatrie in Bayern

Mann mit Gaszylinder erschlagen: Unterbringung in Psychiatrie in Bayern


Mann mit Gaszylinder erschlagen: Unterbringung in Psychiatrie in Bayern
Mann mit Gaszylinder erschlagen: Unterbringung in Psychiatrie in Bayern / Foto: © AFP/Archiv

Weil er unter Wahnvorstellungen mit einem Gaszylinder mindestens 28 Mal auf einen Mann einschlug und ihn tötete, hat das Landgericht Nürnberg-Fürth die dauerhafte Unterbringung des 39-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Der Mann galt wegen einer psychischen Erkrankung als schuldunfähig, wie eine Sprecherin des bayerischen Gerichts am Mittwoch mitteilte.

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Die zuständige Kammer sah es als erwiesen an, dass er das Opfer im Mai 2025 in einer Wohnanlage getötet hatte. Zuvor hatten beide rund zwei Stunden Zeit miteinander verbracht. Aufgrund einer paranoiden Halluzination griff der 39-Jährige den Mann plötzlich mit einem mehr als ein Kilogramm schweren Gaszylinder an.

Das Opfer wurde mit einem wuchtigen Schlag im Gesicht verletzt und ging benommen zu Boden. Anschließend setzte sich der 39-Jährige auf dessen Oberkörper und schlug mindestens 28 weitere Male mit dem Zylinder zu, bevor er flüchtete. Das Opfer erlag seinen schweren Kopfverletzungen.

Der 39-Jährige leidet seit mindestens zwei Jahren an einer paranoiden Schizophrenie. Aus diesem Grund war seine Fähigkeit, das Unrecht seiner Tat einzusehen, zum Tatzeitpunkt aufgehoben. Mit dem Urteil entsprach die Kammer den Forderungen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung aus ihren Plädoyers.

(Y.Leyard--DTZ)

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