Deutsche Tageszeitung - Topmanager von Autobauer VW scheitern mit Schadenersatzklagen gegen Konzern

Topmanager von Autobauer VW scheitern mit Schadenersatzklagen gegen Konzern


Topmanager von Autobauer VW scheitern mit Schadenersatzklagen gegen Konzern
Topmanager von Autobauer VW scheitern mit Schadenersatzklagen gegen Konzern / Foto: © AFP/Archiv

Zwei Topmanager des Automobilkonzerns Volkswagen sind vor dem niedersächsischen Landesarbeitsgericht in zweiter Instanz mit Schadenersatzklagen gegen ihren Arbeitgeber gescheitert. Das Gericht in Hannover wies die von den beiden Führungskräften eingelegten Berufungen nach eigenen Angaben vom Freitag ab. Die Manager hatten demnach argumentiert, nach internen Hinweisen auf Regelverstöße vom Konzern benachteiligt worden zu sein.

Textgröße ändern:

Die Kläger machten einen Verstoß gegen das Hinweisgeberschutzgesetz geltend und forderten Schadenersatz und Schmerzensgeld. Wie zuvor bereits das Arbeitsgericht Hannover folgte das Landesarbeitsgericht dieser Argumentation aber nicht. Die Führungskräfte könnten sich nicht auf das Hinweisgeberschutzgesetz berufen, weil ihre internen Hinweise vor dessen Inkrafttreten erfolgten. Zudem hätten sie sich dabei auch nicht an internen Meldestellen gewandt, sondern "im Rahmen ihrer arbeitsvertraglichen Pflichten ihre Vorgesetzten informiert".

Das Gericht stellte außerdem fest, dass die beiden Kläger mutmaßliche "Repressalien" ihres Arbeitgebers in Folge ihres Verhaltens sowie einen kausalen Schaden "nicht ausreichend dargelegt" hätten. Auch nach allgemeinen zivilrechtlichen Regelungen bestehe kein Anspruch auf Schadenersatz- oder Schmerzensgeld. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, das Gericht ließ eine Revision zum Bundesarbeitsgericht in Erfurt zu.

Die Kläger gehörten demnach zum sogenannten oberen Managementkreis (OMK), weitere Einzelheiten nannte das Gericht nicht. Medienberichten zufolge forderten die zwei Manager 7,5 Millionen Euro von Volkswagen.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Venezuelas wichtigster Flughafen nimmt nach verheerendem Erdbeben Betrieb wieder auf

Rund zehn Wochen nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela hat der wichtigste Flughafen des Landes wieder seinen Betrieb aufgenommen. Der bei den Beben schwer beschädigte internationale Flughafen Simón Bolívar nahe der Hauptstadt Caracas sei am Dienstag nach intensiven Reparaturarbeiten wieder für Passagierflüge geöffnet worden, sagte der venezolanische Verkehrsminister Francisco Garcés. Nach Angaben des Flughafens hob eine erste Passagiermaschine um 10.00 Uhr Ortszeit Richtung Mexiko ab. Eine halbe Stunde später sei dann ein anderes Flugzeug gelandet.

Nepals Außenminister nennt Sturzflut "Warnsignal" für Risiken des Klimawandels

Der verheerende Gletscherabbruch in Nepal und die darauffolgende tödliche Sturzflut sind nach Ansicht des nepalesischen Außenministers Shisir Khanal ein "Warnsignal" für die wachsenden Risiken, die der Klimawandel für sein Land darstellt. "Wir rufen die internationale Gemeinschaft auf, das sich verändernde Klima im Himalaya als dringendes Problem zu betrachten", sagte er am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

Fährunglück vor Nordzypern: Schiffswrack in Tiefe von 550 Metern geortet

Nach dem tödlichen Fährunglück vor Nordzypern haben Einsatzkräfte das Wrack mithilfe einer Unterwasserdrohne geortet. Das gesunkene Schiff sei in einer Tiefe von 550 Metern entdeckt worden, erklärte Nordzyperns Präsident Tufan Erhürman am Dienstag. Die Suche nach den Vermissten werde fortgesetzt.

Weltkriegsbombe in Wilhelmshaven entschärft: Mehr als 13.000 Betroffene

Wegen der Entschärfung einer Weltkriegsbombe in Wilhelmshaven haben am Dienstag rund 13.600 Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen. Die Fünfzentnerbombe von US-Bauart wurde nach Angaben der niedersächsischen Stadt am Montag bei Arbeiten auf dem Gelände des sogenannten Marinearsenals entdeckt. Während der Entschärfung wurde ein Sperrkreis mit einem Radius von einem Kilometer eingerichtet.

Textgröße ändern: