Deutsche Tageszeitung - Mann in Leipzig wegen Anlagebetrugs zu langer Haftstrafe verurteilt

Mann in Leipzig wegen Anlagebetrugs zu langer Haftstrafe verurteilt


Mann in Leipzig wegen Anlagebetrugs zu langer Haftstrafe verurteilt
Mann in Leipzig wegen Anlagebetrugs zu langer Haftstrafe verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Wegen Anlagebetrugs im Internet ist ein Mann in Leipzig zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht der sächsischen Stadt sprach den 41-Jährigen am Donnerstag des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

Textgröße ändern:

Laut Anklage soll der Mann gemeinsam mit anderen zwischen April 2020 und November 2022 Kunden in Deutschland und anderen deutschsprachigen Ländern betrogen haben. Die Geschädigten wurden auf verschiedenen Onlineplattformen dazu gebracht, ihr Vermögen vermeintlich anzulegen. Tatsächlich wurde es von den Betrügern aber vereinnahmt. Insgesamt soll ein Schaden von mehr als vier Millionen Dollar (3,44 Millionen Euro) entstanden sein.

Als leitender Angestellter war der Angeklagte aus Sicht der Generalstaatsanwaltschaft dafür verantwortlich, die Menschen anzuleiten und zu überwachen, die den Betrug unmittelbar begingen. Auch um die technische Funktionsfähigkeit soll er sich gekümmert haben. Er soll von Georgien, Israel und anderen Orten aus gehandelt haben. Festgenommen wurde er in Montenegro.

Dem Urteil ging eine Verständigung voraus, also eine Festlegung des Strafrahmens im Fall eines Geständnisses. Die Generalstaatsanwaltschaft forderte eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten, die Verteidigung eine Strafe im unteren Rahmen der Verständigung.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Nach tödlichem Fährunglück vor Nordzypern: Behörden suchen nach 20 Vermissten

Einen Tag nach dem tödlichen Fährunglück vor der Küste Nordzyperns haben Rettungskräfte am Montag weiter nach 20 Vermissten gesucht. Alle acht Todesopfer waren nach Angaben der Behörden türkische Staatsbürger. Unter den Vermissten seien 18 Türken und zwei Menschen aus Nordzypern. Der Kapitän der Fähre wurde in Untersuchungshaft genommen.

Zahl der Toten nach Sturzflut im Himalaya auf 955 gestiegen - Rund 4500 Vermisste

Fünf Tage nach der verheerenden Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet wird das Ausmaß der Katastrophe immer deutlicher. Insgesamt wurden nach jüngsten Behördenangaben 955 Todesopfer bestätigt, 939 in Nepal und 16 in der autonomen Region Tibet in China. In Nepal werden zudem noch 3925 Menschen vermisst, in China 546. Dem EU-Satellitendienst Copernicus zufolge wurden bei der Naturkatastrophe mindestens 2500 Gebäude zerstört.

Sturzflut im Grand Canyon: Zahl der Toten auf zwei gestiegen

Nach einer Sturzflut im Grand Canyon im Westen der USA hat sich die Zahl der Todesopfer auf mindestens zwei erhöht. "Zwei Leichen wurden geborgen", erklärte die Nationalparkverwaltung (National Park Service, NPS) am Montag im Onlinedienst X. Zur Identität des zweiten Todesopfers machte der NPS keine Angaben. Am Sonntagabend war ein 46-jähriger Mann tot geborgen worden.

Frau fährt in Leipzig mit Auto auf Schulhof: Siebenjährige leicht verletzt

Eine Frau ist in Leipzig mit einem Auto auf einen Schulhof gefahren und hat ein siebenjähriges Mädchen leicht verletzt. Die Polizei ging nach Angaben vom Montag von einem Unfall aus. Die 65-jährige Fahrerin durchstieß demnach mit ihrem Wagen am Montagmittag aus zunächst ungeklärter Ursache das Hoftor einer Grundschule im Leipziger Westen.

Textgröße ändern: