Deutsche Tageszeitung - Papst Leo XIV.: Waffen können keinen "echten und dauerhaften Frieden" schaffen

Papst Leo XIV.: Waffen können keinen "echten und dauerhaften Frieden" schaffen


Papst Leo XIV.: Waffen können keinen "echten und dauerhaften Frieden" schaffen
Papst Leo XIV.: Waffen können keinen "echten und dauerhaften Frieden" schaffen / Foto: © POOL/AFP

Papst Leo XIV. hat inmitten des Wiederaufflammens des Iran-Kriegs und weiterer kriegerischer Konflikte zu Frieden aufgerufen. Waffen könnten "niemals einen echten und dauerhaften Frieden schaffen", sagte der Papst am Montag in einer Rede vor dem spanischen Parlament in Madrid. Staaten müssten Differenzen über die "friedlichen Wege" beilegen, "die das Völkerrecht bereitstellt".

Textgröße ändern:

"Jeder Krieg stellt letztlich eine schmerzhafte Niederlage der Fähigkeit zu Verhandeln und des gemeinsamen Gewissens der Menschheit dar, das Verbindungen der Gerechtigkeit zwischen den Nationen anerkennt", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche weiter. Für Frieden seien "diplomatischer Mut, ethische Verantwortung" und Respekt vor der Identität jedes Volkes nötig.

Der Papst zeigte sich auch besorgt über die Aufrüstung in vielen Regionen einschließlich Europa. Dies sei eine Reaktion auf die schwierige internationale Lage. Echte Sicherheit könne aber nur durch Gerechtigkeit, "geduldigen Dialog" und eine Achtung des Völkerrechts entstehen.

Leo XIV. sprach am Montag am dritten Tag seiner einwöchigen Spanien-Reise vor dem spanischen Parlament. Die Abgeordneten und Senatoren spendeten dem Papst nach seiner halbstündige Rede stehend Beifall.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Getötete Elfjährige in Frankreich: Anzeigen sollen "im Rekordtempo" geprüft werden

Nach der Ermordung der elfjährigen Lyhanna in Frankreich will Justizminister Gérald Darmanin "im Rekordtempo" sämtliche Strafanzeigen bearbeiten lassen, die Kinder betreffen. Bis Mitte Juli sollen alle 70.000 derzeit vorliegenden Anzeigen geprüft werden, sagte Darmanin am Montag in Paris. Seinen Rücktritt schloss er aus und betonte, das Behördenversagen im Fall Lyhanna sei nicht auf sein Ministerium zurückzuführen.

Ehepaar in hessischem Wildeck getötet: Mann zu lebenslanger Haft verurteilt

Wegen der Tötung eines Ehepaars im hessischen Wildeck ist ein Mann zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Fulda sprach ihn am Montag des Mordes in Tateinheit mit Totschlag schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Außerdem stellte es die besondere Schwere der Schuld fest, was eine vorzeitige Haftentlassung nahezu ausschließt.

Papst Leo XIV. ruft vor spanischem Parlament zu Frieden und Flüchtlingshilfe auf

Papst Leo XIV. hat bei seiner Spanien-Reise inmitten des neu entflammten Iran-Kriegs ein Ende kriegerischer Konflikte und mehr Flüchtlingshilfe gefordert. Waffen könnten "niemals einen echten und dauerhaften Frieden schaffen", sagte der Papst am Montag in einer Rede vor dem Parlament in Madrid. Bei einem anschließenden Treffen mit spanischen Bischöfen bezeichnete er Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche als "Plage".

Mehr als 30 Tote bei schwerem Erdbeben auf den Philippinen

Ein schweres Erdbeben hat den Süden der Philippinen erschüttert und mindestens 31 Menschen in den Tod gerissen. Mindestens zwölf Menschen galten nach Behördenangaben nach dem Erdstoß am Montagmorgen als vermisst, mindestens 134 weitere Menschen wurden verletzt. Zahlreiche Gebäude stürzten ein oder wurden schwer beschädigt, für mehrere Staaten der Region wurden zeitweise Tsunami-Warnungen ausgegeben.

Textgröße ändern: